Kritik an Bürgermeisterin

Im Haiminger Gemeinderat hängt der Haussegen schief

Alle Beschlüsse fielen einstimmig – trotz Unstimmigkeiten.
© Paschinger

Haiming – Bei Punkt 5 der Haiminger Tagesordnung platzte es aus GR Julian Kapeller heraus: „Wir hacken jetzt alles herunter, als ob nichts passiert wäre“, meinte er in Richtung Bürgermeisterin Michaela Öfner. Denn vor einer Woche musste genau diese Sitzung abgebrochen werden, weil zehn der 17 Mandatare aus Protest gegen die Dorfchefin die Sitzung verließen. „Ich äußere mich dann gerne dazu unter Allfälliges“, antwortete Öfner. Derweil wurden die Anträge jeweils einstimmig abgearbeitet.

„Wir sind gewählt, um zu arbeiten“, eröffnete sie die Diskussion am Sitzungsende. „Lasst uns zusammenarbeiten und neu durchstarten.“ Ihr Vorwurf: Sie sei die Bürgermeisterin, andere würden in die Verwaltung eingreifen.

Es folgte eine Aufzählung von der Gegenseite: Die Kommunikation würde nicht stimmen, man bekomme keine klaren Antworten, Druck würde auf Mandatare ausgeübt, hieß es in verschiedenen Wortmeldungen. Und Abstimmungen würden nicht zugelassen, betonte auch GR Hubert Leitner. VBM Christian Köfler beklagte den Umgang und regte ein Treffen der Fraktionsführer an.

Wenn es dem Frieden dient, „dann ja“, so Öfner.