Riccarda Ruetz: Auf den Spuren von Papa Helmut
Naturbahnrodlerin Riccarda Ruetz fuhr bei den Junioren allen um die Ohren und wurde auch deshalb zur Aufsteigerin des Jahres gewählt.
Innsbruck – Die 16. Kalenderwoche dieses Jahres wird Riccarda Ruetz noch länger im Gedächtnis bleiben. Am Mittwoch durfte das Naturbahnrodel-Talent 19 Kerzen auf der Geburtstagstorte ausblasen. Und gestern wurde die Sellraintalerin zur Aufsteigerin des Jahres gekürt.
Die Begabung war Ruetz am 19. April 2004 in die Wiege gelegt worden. Riccarda hatte das Licht der Welt noch gar nicht erblickt, als Vater Helmut mit Bruder Andreas im Naturbahnrodel-Doppelsitzer einen Erfolg nach dem nächsten einfuhr. Der heute 51-Jährige gewann in den 1990er-Jahren nicht nur vier Gesamtweltcups, sondernholte auch drei EM- und einen WM-Titel. Der Papa, aktuell Generalsekretär im Österreichischen Rodelverband, hat sich längst zur Ruhe gesetzt.
Nach Knöchelbruch auf dem Weg zurück
Und zwar wohl wissend, dass die Töchter das Erbe bereits angetreten haben. Während Emma, die Jüngere, im Jugendbereich ihr Talent aufblitzen lässt, gewann Riccarda Anfang 2022 im Juniorenbereich sowohl den WM-Titel als auch den Gesamtweltcup. Zurückhaltend, dieses Adjektiv wählen Weggefährten, ist die Sport-BORG-Schülerin (heuer Matura) nur, wenn sie nicht gerade am Schlitten sitzt.
Hauser, Lamparter und Co.
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Ausgestattet mit einem feinfühligen Fahrstil hat sich die 19-Jährige längst in der Allgemeinen Klasse etabliert. Nach dem Karriereende von Thomas Kammerlander lechzt das heimische Naturbahnrodel-Lager nach neuen Siegfahrern. Ruetz muss sich noch gedulden, hat aber das Zeug dazu. Wovon auch bereits ein Podestplatz zeugte. Das aktuelle Motto lautet nach einem im Jänner erlittenen Knöchelbruch „Come back stronger“. Gegen die Prognose ist diese Diagnose machtlos: Ruetz gehört die Zukunft. (dale)