Sport Österreich

Salzburg sieht sich für spannendes Finish gewappnet

Salzburg ist dank Koita weiter auf Meisterkurs
© APA

Sturm Graz hat vorgelegt, Red Bull Salzburg dem Druck standgehalten. Zweieinhalb Stunden waren die Grazer am Sonntag mit dem Tabellenführer der Fußball-Bundesliga punktegleich, mit einem 2:1-(1:0)-Heimsieg über Rapid Wien machten die Salzburger aber dank eines Doppelpacks von Sekou Koita den nächsten Schritt Richtung zehntem Meistertitel in Folge.

Drei Zähler Vorsprung und die Vorreihung bei Punktegleichstand sprechen für eine erfolgreiche Titelverteidigung der Roten Bullen. Für Spannung ist dennoch gesorgt. In den bisherigen vier Saisonen seit der Ligareform waren die Salzburger mit mindestens sechs Punkten plus in die letzten vier Runden gegangen, heuer werden sie von Sturm voll gefordert.

Zudem steht in zwei Wochen in Salzburg noch ein direktes Duell auf dem Programm. "Ich habe es zu Saisonbeginn gesagt, dass es eng wird. Sturm macht das hervorragend, Hut ab. Es wird bis zum Ende ein ganz, ganz hartes Rennen, dafür sind wir gewappnet", erklärte Salzburg-Trainer Matthias Jaissle im Sky-Interview. Der Fokus gilt aber nur den eigenen Leistungen. "Wir schauen nicht auf Graz, wir schauen nur auf uns. Wir wollen Meister werden und wollen das jedes Spiel zeigen", betonte Dijon Kameri, der mit einem genialen Pass das zweite Tor (62.) vorbereitete.

Danach wurde es aber noch einmal spannend. Guido Burgstaller gelang per Elfmeter der Anschlusstreffer (70.), zudem schwächte Nicolas Capaldo mit Gelb-Rot seine Mannschaft. "Nico ist kein 18-jähriger Spieler mehr, da darf er sich gerne cleverer verhalten", ärgerte sich Jaissle. Zufrieden war er dafür, wie abgeklärt sein Team in Unterzahl den Vorsprung verteidigte. "Es war eine emotionale Schlussphase, in Unterzahl das wegzuverteidigen, bis der Schiri dann endlich abpfeift. Wir haben genau das gezeigt, was wir gegen so einen Gegner auf den Platz bringen müssen. Darum geht es in der starken Meistergruppe in diesem Jahr. Das macht mich besonders stolz", erklärte Jaissle.

Nicht mit dem Ergebnis, aber mit der Leistung war auch Zoran Barisic zufrieden. "Wir haben alles reingelegt in das Spiel. Sehr kampfbetont gespielt, sehr leidenschaftlich, haben uns nicht versteckt, immer versucht, nach vorne zu spielen, initiativ zu sein. Hut ab. So darf man sich öfter präsentieren", kommentierte der Rapid-Trainer den über weite strecken guten Auftritt seiner Mannschaft. "Leider ist das Momentum nicht auf unserer Seite, das Spielglück fehlt in gewissen Momenten des Spiels", sagte Barisic nach dem vierten sieglosen Ligaspiel hintereinander.

Daher geht es für die Hütteldorfer (21 Punkte) nun in erster Linie gegen Austria Wien und Austria Klagenfurt (je 19) um die Verteidigung von Rang vier, der einen Europacup-Startplatz bedeutet. Einen Gegner könnten die Rapidler nächsten Sonntag abschütteln, wenn sie zum Derby in Favoriten gastieren. "Größer kann die Motivation nicht sein für beide Mannschaften", meinte Barisic.

Verwandte Themen