Firmenpleiten stiegen in Österreich wieder deutlich an
Wien – Die Zahl der Firmenpleiten ist in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich angestiegen. Im ersten Quartal 2023 gab es laut Statistik Austria 1320 Firmeninsolvenzen, um über ein Viertel mehr als im ersten Quartal 2022. Auch gegenüber dem Vor-Pandemie-Zeitraum Jänner bis März 2020 war das ein Anstieg um rund 18 Prozent. Der Dienstleistungsbereich, Handel und Bau waren am häufigsten von Insolvenzen betroffen. Die Registrierungen neuer Unternehmen sind zurückgegangen.
„Nachdem sich die Zahl der Insolvenzen in Österreich im gesamten Vorjahr wieder auf dem Vorkrisenlevel eingependelt hatte, zeigt sich zu Jahresbeginn 2023 ein neuerlicher Anstieg" so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Mittwoch laut einer Aussendung.
Die meisten Insolvenzen gab es in den ersten drei Monaten bei den Finanzdienstleistungen bzw. sonstigen Dienstleistungen (310), im Handel (240), im Bau (236) sowie bei der Beherbergung und Gastronomie (181). Vergleichsweise wenige Insolvenzfälle wiesen die Bereiche Information und Kommunikation (47) sowie Sachgütererzeugung (80) auf.
Gleichzeitig wurden im ersten Quartal 16.374 Registrierungen neuer Unternehmen verzeichnet. Das sind um rund 6 Prozent weniger als im ersten Quartal 2022 sowie um etwa 7 Prozent weniger als im Vergleichsquartal vor Pandemiebeginn. Die meisten Registrierungen gab es im Bereich Finanzdienstleistungen bzw. sonstige Dienstleistungen (4.595), bei den persönlichen Dienstleistungen (3.937) und im Handel (3.084). Eher wenige Registrierungen verzeichneten die Bereiche Verkehr (619), Information und Kommunikation (890) sowie Beherbergung und Gastronomie (948). (APA)
Bereits 91 Pleiten 2023
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