📸 Tiroler Volleyball-Meister

Hallen zu nieder, zu klein: Volleyball-Nachwuchs hinkt hinterher

Für Tirols Volleyballmeister geht es derzeit um die nationalen Titel – dabei kann man sich allerdings nicht auf Augenhöhe messen.

Innsbruck – In der Bundesliga mischen Tirols Volleyballer vorne mit: Die Hypo-Tirol-Männer holten sich heuer wieder den Titel, den Damen der TI-Rowa-Moser-volley gelang Platz drei. Wie schlägt sich aber der Nachwuchs im nationalen Vergleich? Überraschend wurden etwa die Mädchen vom SV Raika Natters am Wochenende österreichischer U14-Vizemeister. „Ein toller Erfolg für den kleinen Klub“, freute sich Tirols Nachwuchsreferent Daniel Gavan. Diese Silbermedaille könnte aber die heuer einzige für die heimischen Hoffnungen bleiben.

📸 Tirols Volleyballmeister

Die erfolgreichen U20-Hypo-Herren.
Die siegreiche U20-Damenmannschaft der TI.
Ebenfalls goldig: die siegreiche U18-Mannschaft von Hypo Tirol.
Lächelnde Gesichter nach U18-Gold in der Tiroler Meisterschaft: die TI.
Meisterliche Männer: die U16-Burschen von Hypo Tirol.
Geballte Fäuste nach dem Tiroler Meistertitel: die U16-Mädchen der TI.

„Im Kleinfeld (bis U14, Anm.) ist viel möglich, am großen Feld mit sechs Spielern wird es für uns aber schwer“, sagt Gavan, früher Nationalteam- und Hypo-Tirol-Kapitän sowie -Trainer. Die Bedingungen seien im Vergleich mit anderen Bundesländern, vor allem den östlichen und südlichen, schlechter. In Graz und Wien gibt es Akademien, dort werde zwei Mal täglich in der Halle trainiert. „Wir müssen mit dem Nachwuchs in Hallen spielen, die zu nieder und zu klein sind, weil die USI ja nicht immer verfügbar ist. Ein Sprungservice im Training geht sich gar nicht aus“, moniert Gavan. Potenzial gebe es genug, auch die Nachwuchsarbeit in Tirol lobte er, „aber der Vorsprung durch bessere Infrastruktur und hauptberufliche Trainer ist nicht wettzumachen“. (sab)

Verwandte Themen