Leitartikel

Mit Schnupfen ins Spital

Österreichs Spitalsambulanzen sind überlastet. Das liegt unter anderem daran, dass Patienten im niedergelassenen Bereich oft lange warten oder gar keinen Termin bekommen oder wenige zig Mal zu Ärzten und ins Spital rennen.

Manche erinnern sich vielleicht noch daran, wie es war, als es noch keine E-Card gab. Vor 2005 gab es rosa und gelbe Krankenscheine. Man musste zuerst zum Hausarzt und der entschied dann, welcher Facharzt zu konsultieren ist. Das nennt sich Patientenpfad oder Patientenleitsystem. Die Patienten haben die vorgezeichneten Pfade verlassen und überweisen sich selbst direkt an den Facharzt. Letzterer ist immer öfter kein Kassenarzt, sondern ein Wahlarzt. Wer es sich leisten kann, zahlt extra für etwaig kürzere Wartezeiten und ein längeres Gespräch mit dem Arzt.