Entscheidung in Bundesliga

Zum zehnten Mal in Serie: Salzburg nach 2:1 gegen Sturm wieder Meister

Amar Dedić (49.) erzielte in der 49. Minute den Ausgleich, Karim Konaté legte kurz vor Schluss nach.
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Salzburg lässt sich nach einem 2:1 über Sturm den zehnten Meistertitel in Folge nicht mehr nehmen. Sturm wird Vize-Meister, der LASK nach einem 1:1 bei Rapid fix Dritter. Das Austria-Duell endete mit 1:1.

Wien – Salzburgs Fußballer haben den zehnten Meistertitel in Folge sicher. Im Bundesliga-Schlager setzten sich die "Bullen" am Sonntag zuhause nach 0:1-Pausenrückstand gegen Sturm Graz mit 2:1 durch und sind vom Herausforderer aus der Steiermark nicht mehr einzuholen. Für die späte Entscheidung sorgte kurz vor Schluss "Joker" Karim Konate (88.), der in seinem achten Spiel für Salzburg mit seinem dritten Tor die zuletzt immer größeren Titelhoffnungen der "Blackys" zunichte machte.

Jon Gorenc-Stankovic (40.) hatte die in der ersten Hälfte etwas besseren Gäste in Führung gebracht, Amar Dedic war kurz nach Wiederbeginn der Ausgleich (49.) gelungen. Der Vorsprung des Teams von Trainer Matthias Jaissle beträgt zwei Runden vor Schluss sechs Punkte, aufgrund der Abrundung bei der Punkteteilung hätte der Titelverteidiger bei Gleichstand die Nase vorne.

Bei Salzburg kehrten vor 17.218 Zuschauern in der ausverkauften Red-Bull-Arena nach Sperren Nicolas Capaldo und Innenverteidiger Strahinja Pavlovic zurück, Maurits Kjaergaard übernahm den linken Mittelfeldpart von Nicolas Seiwald, der für den nicht vollfitten Lucas Gourna-Douath den "Sechser" gab. Bei Sturm ersetzte Amadou Dante den angeschlagenen David Schnegg auf der linken Abwehrseite, ebenfalls neu war Offensivmann Stefan Hierländer sowie Emanuel Emegha im Sturm.

Es war ein offenes, intensives Duell, die Kontrahenten neutralisierten sich über weite Phasen. Salzburg überließ den Gästen mehr Ballbesitz, eigenen Offensivaktionen mangelte es meist an Ideen bzw. der Qualität des finalen Zuspiels. Nennenswerte Chancen konnte vorläufig aber auch Sturm nicht herausarbeiten. Es dauerte genau eine halbe Stunde, bis ein Pass von Alexander Prass über die Salzburger Defensive segelte und Emeghas Heber über Goalie Philipp Köhn von der Stange zurückprallte.

Salzburg antwortete einige Minuten später mit seiner einzigen Topchance vor der Pause, Junior Adamu verfehlte aber im Strafraum alleine vor Tormann Arthur Okonkwo klar das Ziel (36.). Ein Standard brachte die Steirer schließlich in Front. Manprit Sarkarias Freistoß fand den Kopf des freigelaufenen Gorenc-Stankovic, der keine Mühe hatte, einzunicken. Kurz vor der Halbzeit musste Köhn dann noch bei einer brandgefährlichen Hereingabe Hierländers vor dem einschussbereiten Emegha eingreifen.

Salzburg schien zu wackeln, startete aber ideal in die zweite Hälfte. Nach Koita-Vorarbeit scheiterte Adamu zwar erneut aus idealer Position, diesmal an Okonkwo, Dedic ließ sich den Abstauber aber nicht nehmen. Das Salzburger Spiel hatte in dieser Phase deutlich an Durchschlagskraft gewonnen, Okonkwo musste sowohl gegen Sesko (52.) als auch Kjaergaard (53.) eingreifen.

Zu weiteren echten Einschussmöglichkeiten kamen die Salzburger danach aber nicht. Ebenso wenig wie Sturm, das weiter einen Kampf auf Augenhöhe lieferte und immer wieder schnelle Vorstöße lancierte. Beide Coaches brachten im weiteren Verlauf mit Konate und Dijon Kameri bzw. Bryan Teixeira und Tomi Horvat frische Kräfte. Einer davon sollte es schließlich richten. Kurz nachdem Hierländer aus Kurzdistanz noch über das Tor geköpfelt hatte, setzte sich der 19-jährige Konate im Strafraum gegen Gregory Wüthrich durch und machte die Revanche für die Niederlage im Cup-Viertelfinale perfekt.

Florian Jaritz sorgte in der 92. Minute für den späten Auslgeich.
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Seine Platzierung am Ende der Saison kennt auch der LASK bereits. Die Linzer holten bei Rapid Wien nach 0:1-Rückstand noch ein 1:1 (0:1) und können Platz drei damit nicht mehr verlassen. Die Wiener Austria verteidigte mit einem 1:1 (0:0) bei der Klagenfurter Austria Rang vier mit Erfolg und liegt weiter einen Zähler vor Rapid. Auch die Klagenfurter haben aber noch Chancen auf den vierten Platz. (APA)

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