Innsbruck prüft Kindergarten für Kinder von städtischen MitarbeiterInnen
Innsbruck – Das Thema ist in der Stadt Innsbruck nicht neu. Seit Jahren wird über die Errichtung eines Betriebskindergartens für Kinder von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diskutiert. Nun stellt die FPÖ einen Antrag auf einen Betriebskindergarten, der mit Zustimmung aller Fraktionen im Innsbrucker Gemeinderat dem Stadtsenat zugewiesen wurde.
Die zuständigen Dienststellen des Stadtmagistrats sollen nun den Auftrag erhalten, geeignete Räumlichkeiten für einen Betriebskindergarten zu suchen. Das Ergebnis wird für den Oktober-Gemeinderat erwartet.
Mit der aktuellen Diskussion um die grüne Gemeinderätin Janine Bex, die ihr Baby mit zur Gemeinderatssitzung bringt, habe der Antrag nichts zu tun, betont FPÖ-Vizebürgermeister Markus Lassenberger. Vielmehr sieht er es als Aufgabe der Stadtpolitik, die MitarbeiterInnen hinsichtlich der Kinderbetreuung zu unterstützen und eine arbeitsplatznahe Betreuung zu ermöglichen. „Zudem müssen wir auch Anreize für zukünftige MitarbeiterInnen schaffen“, betont Lassenberger.
Die zuständige Stadträtin Elisabeth Mayr (SPÖ) begrüßt den Vorstoß grundsätzlich. Sie ist aber wenig zuversichtlich, dass ein städtischer Betriebskindergarten in naher Zukunft umsetzbar ist. „Ganz einfach weil wir keine geeigneten Flächen in Magistratsnähe in Aussicht haben. Wir sind ja schon seit vielen Jahren auf der Suche“, betont Mayr. Gelungen sei kürzlich die Errichtung einer Betriebskinderkrippe in der ehemaligen Müllerschule in Wilten, die gut angenommen werde.
Ein Antrag von Gerald Depaoli (Gerechtes Innsbruck) steht sehr wohl im Zusammenhang mit Janine Bex. Zunächst forderte er, dass Gemeinderatsmitglieder ihre Kinder nicht mehr mit zu Sitzungen nehmen dürfen. Nun will er, dass die Stadt für Kinder von Gemeinderätinnen eine Betreuung während der Sitzungen organisiert.
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