Kommentar

Med-Uni gegen Tirol Kliniken: Pathologischer Egoismus

Eine Universitätsklinik mit einer Schmalspur-Pathologie geht gar nicht. Sie kann nämlich als Herzstück in der Diagnose bezeichnet werden. Daran orientiert sich nicht nur die anschließende Therapie, sondern am erkrankten Gewebe bzw. mit den Befundungen lernen die künftigen Pathologen ihr Handwerk. Der unversöhnliche Streit zwischen der Medizinischen Universität Innsbruck und den Tirol Kliniken, der nun schon seit Jahren andauert und zur Gründung einer landeseigenen „Innpath“ geführt hat, zeigt jedoch einmal mehr das schwierige Verhältnis von Bund und Land an der Innsbrucker Klinik auf. Zusammenarbeitsverträge sind letztlich das Papier nicht wert, wenn es in der Realität nicht funktioniert. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.