Krieg in der Ukraine

Luftalarm in der Nacht auf Freitag: Russland setzte Luftangriffe auf Kiew fort

Ein städtisches Krankenhaus mit den Spuren des nächtlichen Luftangriffs auf Kiew.
© IMAGO/NurPhoto

Es ist bereits die zweite Nacht in Folge mit Luftalarm in mehreren ukrainischen Städten. Die Ukraine beschoss unterdessen russische Gemeinden in der Nähe der Grenze.

Kiew – Russland hat seine Angriffswelle auf die ukrainische Hauptstadt Kiew fortgesetzt. In der Nacht auf Freitag habe die russische Armee insgesamt 15 Marschflugkörper und 18 Kampfdrohnen auf Kiew abgefeuert, teilte das ukrainische Militär am Morgen mit. Alle Flugkörper seien von der ukrainischen Luftverteidigung abgefangen worden.

Auch der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Serhij Popko, sprach von insgesamt rund 30 feindlichen Objekten, die zerstört worden seien. Über mögliche Opfer, etwa durch herabfallende Trümmerteile, war zunächst nichts bekannt. „Es gibt Explosionen in der Stadt. Die Luftabwehr funktioniert", sagte der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko in einer Mitteilung.

📽️ Video | Erneut Luftangriffe auf Kiew

Zwei grenznahe Gemeinden in der westlichen russischen Region Brjansk sind unterdessen nach russischen Angaben vom ukrainischen Militär beschossen worden. Niemand sei verletzt worden, teilte Gouverneur Alexander Bogomas mit. In der Vergangenheit hat die Ukraine erklärt, keine Angriffe auf russisches Territorium geführt zu haben. Diese seien auf russische Gegner der Regierung in Moskau zurückzuführen.

Russland, das seit mehr als 15 Monaten einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, beschießt Kiew derzeit besonders heftig. Im Mai etwa waren innerhalb eines Monats so viele Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf Kiew abgefeuert wie noch nie seit Kriegsbeginn. Bei einem der jüngsten Angriffe in der Nacht auf Donnerstag wurden auch mehrere Menschen getötet, darunter ein Kind. (APA,Reuters,dpa)

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