Alternativen von Tirol bis Tibet

Pilgern abseits der Massen: Der Romediusweg ist noch ein Geheimtipp

Fast 440.000 Menschen pilgerten 2022 am Jakobsweg nach Santiago de Compostela. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden.
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Für den Jakobsweg in Spanien ist erneut ein Rekordjahr in Sicht. Engpässe bei den Pilgerherbergen könnten die Folge sein. Dabei gibt es einige Alternativen – manche davon direkt vor der Haustüre. Der Romediusweg gilt etwa noch als Geheimtipp.

Cesar Garralda hat gut lachen, wenn er tagtäglich dieselben handgeschriebenen Zettel an den Ständer vor seiner Pilgerherberge heftet, einen auf Englisch, einen auf Spanisch. „Voll“ steht kurz und knapp darauf. Die Geschäfte könnten nicht besser laufen. Derzeit schießt der Pilgerzulauf auf dem Jakobsweg durch die Decke. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt der 53-jährige Garralda, der eine Herberge in der Altstadt von Pamplona/Spanien führt.

Die Pilgerherbergen in Nordspanien geraten allerorts ans Limit ihrer Kapazitäten. Grund: Ein erneuter Ansturm auf den Jakobsweg. Er ist der Klassiker unter den europäischen Pilgerwegen. Gleich mehrere Wege aus ganz Europa führen zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien. Erst 2022 verzeichnete der Jakobsweg mit fast 440.000 Pilgern einen neuen Rekord. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden. Mitte Mai wurde bereits die 80.000er-Marke überschritten. Im Vorjahr war dies erst Ende Mai der Fall.

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