„Aufstehen ist die größte Challenge“: Para-Kletterin Jasmin Plank geht an ihre Grenzen
Jasmin Plank hätte genug Gründe, das Glas als halb leer zu erachten. Tut sie aber nicht. Vielmehr stürzt sich die 34-jährige Hallerin mitten ins Leben, liebt das Babysitten und findet in den Kletterwänden ihre Freiheit.
Innsbruck – Jasmin Plank lächelt. Sie tut dies oft und herzlich – auch wenn der Hallerin im metaphorischen Sinn eine steife Brise um die Ohren pfeift. Was 2012 erst mit einer Sehnerventzündung im linken Auge begann und sich mit Aussetzern der Beine („Ich bin beim Gehen immer wieder weggeknickt“) fortsetzte, sollte nach langer Ungewissheit in der Enddiagnose Hereditäre Spastische Spinalparese münden. Vereinfacht gesagt bedeutet dies eine erblich bedingte Erkrankung des Rückenmarks, die zu Spastiken und Schwächen der Beinmuskulatur führt. Eine Beeinträchtigung, die sich in Schüben meldet und ihren Körper, insbesondere die Gliedmaßen, verkrampfen lässt.