Unfall in Loferer Steinbergen: Bergsteiger rutschte 200 Meter über Schneefeld ab
Der verletzte 69-Jährige in den Loferer Steinbergen wurde durch Zufall von einem Jäger gefunden. Ein weiterer Vorfall ereignete sich in den Hohen Tauern: Zwei Wanderer mussten aufgrund von Absturzgefahr vom Polizei-Hubschrauber geborgen werden
Lofer, Kaprun – Die noch reichlich vorhandenen Altschneefelder in den Bergen haben am Montag in Salzburg für einen schweren Alpinunfall gesorgt. Am Vormittag stürzte in den Loferer Steinbergen (Pinzgau) ein 69-jähriger Mann am Weg zum Traunspitzl (2300 Meter) und rutschte rund 200 Höhenmeter einen steilen, schneebedeckten Hang hinab. Dabei wurde der Einheimische durch herausragende Felsen an Kopf und Körper verletzt. Da der Mann alleine unterwegs war, blieb der Unfall zunächst unbemerkt.
Am frühen Nachmittag entdeckte ein Jäger den verletzten Alpinisten zufällig mit seinem Spektiv und alarmierte die Rettungskräfte. Nach einem Suchflug konnte die Besatzung des Polizei-Hubschraubers Libelle den verletzten und unterkühlten Bergsteiger finden und erste Hilfe leisten. Der Mann wurde schließlich vom Rettungshubschrauber geborgen und ins Universitätsklinikum Salzburg geflogen.
Glimpflicher endete hingegen eine Notlage etwas weiter südlich in den Hohen Tauern. Zwei belgische Bergsteiger im Alter von 27 und 28 Jahren wollten am Montag vom Mooserboden in Kaprun über den Hochkammerweg zum Alpincenter am Kitzsteinhorn wandern. Auf einer Seehöhe von rund 2400 Metern konnten sie wegen Altschneeresten aber nicht mehr weiter und entschieden sich umzukehren.
Wegen der Abrutschgefahr auf Schneefeldern und dem feuchten felsigen Gelände beschlossen die beiden laut Polizeibericht, den Rückweg über eine Rinne abzukürzen. Dabei stiegen sie über extrem steiles und wegloses Gelände ab, bis sie sich wegen der Absturzgefahr nicht mehr weiter trauten. Die zwei Belgier setzten einen Notruf ab und wurden vom Polizeihubschauer mit einem Tau geboren. Sie blieben unverletzt. (APA)