Wimmelbild im Wirbelsturm: „Asteroid City“ mit Scarlett Johannson im Kino
Wes Anderson ist der postmoderne Meister der Niedlichkeit. Sein neuer Film „Asteroid City“ erzählt als staubtrockene Wüsten-Komödie von der Angst vor dem Fremden.
Innsbruck – Wes Anderson ist eines der ersten Opfer der Künstlichen Intelligenz geworden. Die Bildgeneratoren spuckten ohne Probleme die herrlichsten Memes in seinem Filmstil aus. Sogar einen Trailer für eine Anderson’sche „Herr der Ringe“-Version gibt es. Das zeigt erstens, dass die Originalität hinter diesen Kombinationen immer noch menschlich ist. Andererseits tut es dem mittlerweile zur Marke gewordenen Texaner Unrecht. Denn sein Schmäh beschränkt sich nicht auf Pastellfarben und symmetrische Frontalansichten. In seinen Drehbüchern steckt eine postmoderne Ironie, die weit über den visuellen Stil hinausgeht.