Swarovski erwartet für heuer Plus, Tirol-ChefIn soll noch im Juni gekürt werden
Der Kristallkonzern will die Verlustzone verlassen, der Umsatz soll um 4 bis 7 Prozent zulegen. Gut laufen China und das Auto-Geschäft.
Wattens – Der böhmische Einwanderer Daniel Swarovski hatte 1895 mit dem Bau der ersten industriellen Kristall-Schleifmaschine den Grundstein zum längst weltweit bekannten Tiroler Kristallkonzern gelegt. In den letzten Jahren hatte Swarovski aber mit wirtschaftlichen Turbulenzen, Kündigungswellen und auch vor Gericht ausgetragenen Machtkämpfen im Kristall-Familienclan immer wieder für Negativ-Schlagzeilen gesorgt.
Erstmals wurde das oberste Management bei Swarovski nicht mehr mit Familienmitgliedern, sondern mit externen Managern besetzt. Der seit knapp einem Jahr im Amt befindliche CEO Alexis Nasard hatte bereits vor einigen Monaten über eine Trendwende zum Positiven berichtet. Der zuvor deutlich zurückgegangene Umsatz stieg im Vorjahr um 10 Prozent auf 1,83 Mrd. Euro. Bei einem Medientermin in Wattens mit Verwaltungsrats-Präsidentin Luisa Delgado und einer Reihe von Führungskräften sprach Nasard von einem „fragilen und unsicheren externen Umfeld“.