Schubert verpasste in Innsbruck Boulder-Finale: Voller Fokus auf den Vorstieg
Innsbruck – Aprilwetter beim Kletterweltcup am Donnerstagnachmittag in Innsbruck. Und ähnlich unvorhersehbar, wie sich Sonnenschein, Regen und Wind abwechselten, prasselten die Boulder-Probleme auf Jakob Schubert hernieder. Die einzig verbliebene österreichische Hoffnung fand im Boulder-Halbfinale von Beginn an nicht den erhofften Flow und musste sich letztlich mit zwei Zonen-Wertungen und Rang 17 zufriedengeben.
„Die Qualifikation war super für das Selbstvertrauen, da habe ich gesehen, dass ich auf der richtigen Runde jeden schlagen kann. Heute war wieder das Gegenteil der Fall. Es waren schwierige und trickreiche Boulder, die mir nicht entgegengekommen sind.“ Die Enttäuschung hielt sich beim vierfachen Weltmeister aber in überschaubaren Grenzen: „Weil ich keine großen Fehler gemacht habe, aber gefühlt nicht ins Klettern gekommen bin“, sagte Österreichs Aushängeschild und hatte den Blick bereits auf den Weltcupauftakt im Vorstieg am Samstag (9–16 Uhr Qualifikation, 19–21.30 Halbfinale) und Sonntag (19.20–21.30 Finale) gerichtet. „Es gibt keine Verschnaufpause. Ich muss mich erholen, morgen wird es mit Qualifikation und Semifinale sehr intensiv.“ Auch die Damen um Österreichs größte Hoffnungsträgerin Jessica Pilz sind heute im Einsatz.
Das Boulder-Finale wurde zu einem Duell Europa gegen Asien. Am Ende triumphierte der erst 16-jährige Japaner Soratu Anraku vor seinem Landsmann Meichi Narasaki und dem Franzosen Sam Avezou. Halbfinalsieger Simon Lorenzi (BEL) bildete das Schlusslicht. (m.i.)
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