Nach Punktgewinn in Belgien

ÖFB-Team hält Kurs auf EM, nun Sieg gegen Schweden im Visier

Kapitän David Alaba und seine ÖFB-Teamkollegen durften über einen Punktgewinn in Belgien jubeln.
© GEPA pictures/ Johannes Friedl

Brüssel - Österreichs Fußball-Nationalmannschaft befindet sich in der EM-Qualifikation auf Kurs. Auf die Heimsiege im März gegen Aserbaidschan und Estland folgte am Samstag in Brüssel ein 1:1 gegen den Gruppenfavoriten Belgien. Mit einem Erfolg am Dienstag (20.45 Uhr/live Servus TV) in Wien über Schweden würde man dem Ticket für die EURO 2024 in Deutschland noch einmal einen großen Schritt näherkommen - und genau das ist das Ziel von Teamchef Ralf Rangnick.

"Sieben Punkte aus drei Spielen mit einem Auswärtsmatch gegen Belgien sind gut. Aber es ist klar, dass es am Dienstag zum nächsten extrem wichtigen Spiel kommt. Wir brauchen einen Sieg und drei Punkte", erklärte der Deutsche nach dem Schlusspfiff im König-Baudouin-Stadion.

Sieben Punkte aus drei Spielen mit einem Auswärtsmatch gegen Belgien sind gut. Aber es ist klar, dass es am Dienstag zum nächsten extrem wichtigen Spiel kommt. Wir brauchen einen Sieg und drei Punkte.
Ralf Rangnick, ÖFB-Teamchef

Im Duell mit den Skandinaviern, die nach zwei Partien bei drei Punkten halten, kann Rangnick möglicherweise wieder auf einige zuletzt angeschlagene Kicker zurückgreifen. Dazu zählt der an einer Sprunggelenkblessur laborierende Konrad Laimer. "Es ist die Frage, wie er den Schmerz toleriert. Heute hat er sich schon ein bisschen besser gefühlt", sagte Rangnick über den künftigen Bayern-Profi.

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100. Länderspiel für Alaba

Das Lattenkreuz rettete das 1:1 für Österreich in Belgien

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Lokalaugenschein in Brüssel

ÖFB-Fans sorgten schon Stunden vor Spielbeginn für Stimmung

Kevin Danso, zuletzt von Adduktorenproblemen gehandicapt, stand gegen Belgien bereits im Kader, Marcel Sabitzer wurde nach überstandener Knieverletzung gegen die "Roten Teufel" sogar eingewechselt. Neue Sorgenkinder kamen trotz eines überaus intensiv geführten Spiels laut Rangnick nicht dazu. "Ich gehe davon aus, dass theoretisch alle zur Verfügung stehen." Die Auswechslung von Maximilian Wöber zur Pause war nur der Gelb-Rot-Gefahr geschuldet.

Bis zum Schweden-Match steht nun die Regeneration im Mittelpunkt. "Natürlich kannst du jetzt nichts anderes machen als viel zu schlafen, gut zu essen und den Speicher wieder aufzufüllen", meinte Rangnick und ergänzte mit Blick auf die fünfstündige Verspätung bei der Anreise nach Brüssel: "Hoffentlich fliegen wir pünktlich zurück."

Seinen Schützlingen wurde im Kräftemessen mit der Nummer vier der Weltrangliste alles abverlangt. "Wir müssen bedenken, dass wir am Ende einer langen Saison sind. Deshalb fand ich das Spiel, vor allem was das Physische und die Intensität angeht, auf hohem Niveau." Vor allem nach dem 1:1 der Belgier lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. "Da gab es zehn Minuten, wo es hin- und hergegangen ist, für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr."

"Müssen und können mit dem Punkt zufrieden sein"

In dieser Phase hatte Stefan Posch die Chance auf das 2:1 für die ÖFB-Auswahl, scheiterte aber an Thibaut Courtois. "Es gibt nicht viele Torhüter, die den Ball halten", vermutete Rangnick. Danach stand den Österreichern aber auch Fortuna zur Seite, so etwa bei einem Aluminiumtreffer von Youri Tielemans Sekunden vor Schluss. "Wenn man 1:0 führt, würde man gern drei Punkte mitnehmen, doch wenn man das ganze Spiel sieht, müssen wir zugeben, dass Belgien die eine oder andere Möglichkeit mehr hatte. Deshalb müssen und können wir mit dem einen Punkt zufrieden sein", bilanzierte Rangnick.

Der 64-Jährige wünscht sich nun gegen Schweden ein ausverkauftes Happel-Stadion, und es ist nicht ausgeschlossen, dass seine Hoffnung in Erfüllung geht. Derzeit sind für das Match rund 40.000 Karten abgesetzt.