Eingelagertes Heu als Problem

Nach 20 Stunden gab die Feuerwehr bei Bauernhof-Brand in Kitzbühel Brandaus

20 Stunden lang stand die Feuerwehr beim Brand in Kitzbühel im Einsatz.
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Nach dem Brand eines Bauernhofes in Kitzbühel laufen derzeit die Ermittlungen zur Brandursache. Immer wieder musste die Feuerwehr kleine Glutnester löschen.

Kitzbühel – Kurz nach 15 Uhr war es heute soweit. Nach 20 Stunden konnte die Feuerwehr den Brand des Bauernhofes in Kitzbühel für gelöscht erklären. „Diesen Feierabend haben wir uns verdient“, resümiert Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant der Kitzbüheler Wehr Andreas Reisch. Rund 270 Feuewehrmitglieder kämpften mit 43 Fahrzeugen und dutzenden weiteren Einsatzkräften seit Sonntagabend 19 Uhr gegen die Flammen im Dachstuhl des landwirtschaftlich genutzten Gebäudes im Ortsteil Gundhabing.

Bewohner des Hauses samt Gäste der Ferienwohnung konnten sich rasch selbst in Sicherheit bringen, alle Tiere des Hofes waren ohnehin auf der Alm. Doch die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, erklärt Reisch.

📽️ Video | Brand eines Bauernhofs in Kitzbühel

Eingelagertes Heu als Problem

Im eingelagerten Heu flammten immer wieder Glutnester auf. „Wir haben in der Nacht versucht, das Heu auszuräumen. Wir mussten die Arbeiten aber einstellen, weil uns die Stahlbaukonstruktion unter dem Dach Sorge bereitet hat.“

Am Montagmorgen wurden Statiker und Baupolizei hinzugezogen, letztlich gaben sie grünes Licht für die Arbeiten mit schwerem Gerät unter den Balken.

Großbrand eines Bauernhauses in Kitzbühel: Der ganze Dachstuhl stand in Flammen.
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„Das Heu ist sehr verdichtet“, erklärt der Kommandant, weshalb sich das trockene Gras trotz Löschwassers trotzdem entzünden kann. Mit Hilfe von langen Lanzen werde in solchen Fällen heiße Luft abgesaugt, das Heu dann aus dem Gebäude gebracht.

Ein Übergreifen auf den Wohnbereich und umliegende Häuser konnte durch rasches Einschreiten und eine Brandschutzwand verhindert werden, meint Reisch. Er selbst ist seit der Alarmierung am Sonntagabend im Einsatz, das Team wurde in der Nacht einmal ausgewechselt. Zahlreiche Bürger hätten Unterstützung angeboten. „Die Landjugend hat uns um Mitternacht frischen Fleischkäse gebracht. Da sieht man, dass der Zusammenhalt in Tirol immer noch gegeben ist“.

Auch am Montag lief der Einsatz der Feuerwehren weiter.
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Eine Drohne des Feuerwehr Bezirkskommandos Kufstein habe in der Nacht gute Dienste erwiesen. „Wir konnten mit einer Wärmebildkamera Glutnester aufspüren und gezielt bekämpfen.“

Staatsanwaltschaft, Brandermittler und Kriminaldienst gehen nun der Brandursache auf den Grund. Zeugen wollen kurz vor dem Feuer einen lauten Knall gehört haben. Das Gebäude wurde erst vor vier Jahren erneuert. Am abgebrannten Dachstuhl wurden gestern am späten Nachmittag bereits erste Vorarbeiten für den Wiederaufbau gestartet.

Großeinsatz für die Feuerwehren der Umgebung

Insgesamt standen Feuerwehrleute der Feuerwehren Kitzbühel, Reith, Kirchberg, Oberndorf, Aschau bei Kirchberg, St. Johann und Aurach im Einsatz, um das Übergreifen des Feuers auf ein Nebengebäude zu verhindern.

Die Feuerwehrmänner standen stundenlang im Einsatz.
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Laut Andreas Reisch waren die Einsatzkräfte außerhalb wie innerhalb des betroffenen Gebäudes tätig, „wir bekämpfen den Brand von vier Seiten, 15 Atemschutz-Trupps sind im Einsatz." Zwei Kran-Lkws, die von Privatunternehmen bereitgestellt worden waren, halfen in der Nacht dabei, das restliche Heu aus der Scheune herauszutragen. (TT.com/jazz)

Die Rauchsäule über Kitzbühel war kilometerweit zu sehen.
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