In Kleidern schwimmen
Wer auf Kanälen wie Instagram oder Youtube unterwegs ist, braucht eine starke Willenskraft. Die Versuchung lauert überall. „Das T-Shirt hat so eine gute Qualität“, säuselt die Influencerin und filmt ihr 08/15-Leiberl, das sie nicht einmal selbst bezahlt hat. Dass dieses „Empfehlen“ eigentlich nichts anderes als Werbung ist, bekommen viele Kaufwütige gar nicht mit. Der Körper befindet sich sofort im „Haben wollen!“-Modus. Wer sich kein Markenprodukt leisten kann, wählt eben eine billige Doublette. Und weil die Fake-Ware aus China eh nur ein paar Euro kostet, gehen sich noch ein paar andere Fetzen aus. Die Ernüchterung kommt meist nach dem Kaufrausch. Das zehnte 5-Euro-T-Shirt macht weder glücklich noch schön, sondern landet vermutlich auf irgendeinem Textilmüllberg dieser Welt.