Messerattacke im AMS Lienz: 38-Jähriger steht am Mittwoch vor Gericht
Dramatische Szenen ereigneten sich im Juni im Lienzer AMS: Ein damals 37-Jähriger bedrohte eine Mitarbeiterin mit einem Messer, stach auf einen Polizisten ein und wurde mit einem Schuss gestoppt. Nun steht der mittlerweile 38-jährige Mann vor Gericht.
Lienz – Nach der aufsehenerregenden Attacke am AMS Lienz kommt es am Mittwoch ab 9 Uhr gegen den nunmehr 38-Jährigen zum Verfahren am Innsbrucker Landesgericht. Die Staatsanwaltschaft hat aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens, welches die Unzurechnungsfähigkeit des Angreifers zum Tatzeitpunkt attestiert, den Antrag auf eine strafrechtliche Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum gestellt.
Als – nicht strafbare – Delikte bei der Tat sieht die Anklagebehörde versuchte schwere Nötigung, versuchte absichtlich schwere Körperverletzung und den versuchten Widerstand gegen die Staatsgewalt erfüllt. Das Landesgericht fasst den Tatvorwurf wie folgt verkürzt zusammen: „Der 38-Jährige soll am 20. Juni in Lienz unter Einfluss einer die Zurechnungsfähigkeit ausschließenden psychischen Störung zwei AMS-Mitarbeiterinnen unter Vorhalt eines 22 Zentimeter langen Messers bedroht haben. Dabei äußerte der Betroffene zu den Opfern, dass er sie umbringen werde, sollten sie ihm nicht wie von ihm gewünscht pornografische Zeitschriften oder Videos verschaffen“.
Mit einem Urteil über den Einweisungsantrag durch den Schöffensenat ist in den Mittagsstunden zu rechnen.