Künftig nur mehr online

Ende einer Ära: Am Freitag erscheint die letzte Print-Ausgabe der „Wiener Zeitung“

Die Wiener Zeitung wird man ab Samstag nur mehr online finden.
© ROLAND SCHLAGER

Die bis dato älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt wird von Donnerstag auf Freitag das letzte Mal in den Druck gehen. Fortgeführt werden soll sie als Onlinemedium mit deutlich kleinerem Team.

Wien – Die Wiener Zeitung erscheint am Freitag ein letztes Mal als gedruckte Tageszeitung. Erstmals kam sie am 8. August 1703 – damals noch als Wiennerisches Diarium – auf den Markt und gilt damit als älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt. Künftig wird das republikseigene Blatt primär als Onlinemedium geführt, wobei die Redaktion deutlich auf ca. 20 Personen schrumpft. Die Umstellung basiert auf einem Gesetz der Bundesregierung, das für heftige Kritik sorgte.

Anlass dafür war, dass die Pflichtveröffentlichungen im Amtsblatt der Wiener Zeitung wegfallen, womit der Großteil des Umsatzes wegbricht. Künftig sind pro Jahr 16,5 Millionen Euro aus dem Budget für die Wiener Zeitung GmbH vorgesehen.

6 Millionen Euro davon sind für einen "Media Hub Austria" reserviert, der eine praxisorientierte Journalismusausbildung bieten soll. Bei Branchenvertretern sorgte das für Kritik, so befürchtete etwa der Presseclub Concordia eine „einschneidende Verstaatlichung journalistischer Aus- und Fortbildung". (APA)

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