Wie man Clowndoctor wird

In der Schule des ernsthaft guten Lachens: Zu Besuch beim Tiroler Clown-Nachwuchs

Bereit zum Spielen: Die Clowns Sara Cristelli, Anna Hofmeister, Rosi Betz und Emilio Cadet (v. l.) mit Programmleiter Andreas Rauter und dem künstlerischen Leiter Lorenz Wenda (r.).
© Foto Rudy De Moor

Kein Scherz ist die Ausbildung zum Rote-Nasen-Clowndoctor. In einem zweieinhalbjährigen Curriculum absolvieren Anwärter eine künstlerische und theoretische Schulung. Zu Besuch beim Tiroler Nachwuchs, der mit Herz und Hirn Menschen in der Krise helfen will.

In einem versteckten Raum des Innsbrucker Stadtteils Wilten in der Nähe des Westbahnhofs: Wer dort in der Feldstraße im vierten Stock die Türe öffnet, tritt ein in eine andere Welt. Nun, eigentlich ist es auf den ersten Blick nur ein Probenraum. Wenn die Akteure jedoch die Spiellust überkommt, dann wird die Fläche zum Traum.

Vier Rote-Nasen-Nachwuchsclowns sind an diesem heißen Junitag zusammengekommen, um mit dem künstlerischen Leiter Lorenz Wenda zu proben. Die Clowns Susi und Ferdinand, kostümiert mit Minihütchen, Petticoat und Karohosen, stehen in einem Türrahmen, begeistert über eine Seifenblasenflasche gebeugt. Mit den Ausrufen „Hipp“ und „Hopp“ kommentieren sie das für sie so zauberhafte Objekt, als wäre es das Wunder dieser Welt. Mit dieser Begeisterung manövrieren sie sich in ein fiktives Krankenzimmer. Ziel ist es später, den Patienten nicht direkt anstarrend zu überfallen, sondern subtil ins Spiel einzubauen.

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