Franz Krösslhuber in Lienz ausgezeichnet: „Andere verdienen Ehre genauso sehr wie ich“
Lienz – Mediziner Franz Krösslhuber (74) wurde schon öfter geehrt, aber noch nie so wie bei der Rotkreuz-Versammlung in Lienz. Die Urkunde mit Dank und Anerkennung kommt von allen Blaulichtorganisationen in Osttirol und würdigt die gesamte Familie. Die unerwartete Auszeichnung freut das Ehepaar, obwohl Franz findet, es sei fast zu viel der Ehre: „Es gibt andere, die das genauso sehr verdienen wie ich.“
Die Karriere des gebürtigen Oberösterreichers ist vielseitig. „Lienz war schon immer meine Traumstadt. Nach der Ausbildung zum Kinderarzt konnte ich hier eine Praxis übernehmen, das war 1983“, erzählt der Mediziner. Kaum in Osttirol, geht es gleich als Arzt zur Bergrettung, dann bittet ihn das Rote Kreuz, bei Unfällen als Notarzt zu helfen. Als der Rettungsheli C7 im Bezirk stationiert wird, macht Krösslhuber Dienste als Flugrettungsarzt. Ab 2007 engagiert sich der Mediziner im Südsudan. Er baut gemeinsam mit anderen und mit den Spenden, die der Verein „Osttirol für Jalimo/Mondikolok“ sammelte, ein Spital auf. Der Bürgerkrieg ließ nicht viel davon übrig. „Aber wir haben noch nicht ganz aufgegeben.“
Als Doping-Kontrolleur für den europäischen Fußballverband UEFA bereist Krösslhuber jahrelang ganz Europa. Heute ist er Ausbildner für die nächste Generation.
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