Neus Album „Tabacco“

Loslassen in bunten Hosen: Julian le Play bei „Tirol Live“

Ein neuer Abschnitt, ein neues Outfit: Bei „Tirol Live“ spricht Julian le Play vom Musikschreiben, das bei ihm immer noch nicht Routine ist.
© Böhm

„Tabacco“ heißt die neue LP von Julian le Play, mit der er im August nach Tirol kommt.

Innsbruck – Es sind Songs vom Heimkommen, die Julian le Play in „Tabacco“ gegossen hat. Mit seinem neuen Album und den Erinnerungen vom Donauinselfest besuchte Musiker Julian le Play das Studio von „Tirol Live“. Im Gespräch mit Moderatorin Anita Heubacher erzählt er von der großen Bühne mit 60.000 ZuseherInnen und den Songs, die seine Karriere in den letzten zehn Jahren mitgeprägt haben. Am 26. August ist Julian le Play dann auch live im Kultur Quartier in Kufstein zu erleben. Tickets sind noch erhältlich.

Der gebürtige Wiener landete mit „Mr. Spielberg“ 2012 seinen ersten großen Hit. Mit „Mein Anker“ oder „Rollercoaster“ folgten weitere. Inzwischen legt der Pop-Sänger sein fünftes Album vor. „Tabacco“ soll u. a. die Geschichte einer Sucht erzählen – vielleicht auch die seiner eigenen Sucht nach „Momenten, wo der Kopf aus ist“, so Julian le Play.

📽️ Video | Julian le Play in „Tirol Live“

Routine habe sich bei der Entstehung eines Albums bisher keine eingestellt, sagt der 32-Jährige, der eigentlich Julian Heidrich heißt, bei „Tirol Live“. Bei jeder LP spiele ein anderer Aspekt eine Rolle. Bei der aktuellen stehe übrigens das Loslassen im Zentrum, resümiert der Musiker nach einigem Nachdenken – durchaus auch in Sachen Outfit. Bunte Hosen lösten die graue Kluft der Indie-Musiker ab, beweist er auch bei „Tirol Live“. Ein neuer Abschnitt will eben auch visuell erkennbar sein.

Erfolg messen lasse sich bei seinem aktuellen Album übrigens nicht nur in den Klickzahlen auf einschläggigen Streamingplattformen, so le Play. Er lese Kommentare und beobachte die Reaktionen seines Publikums genau. Generell sei er aber mit seinen neuen, insgesamt zwölf Tracks sehr zufrieden.

Und auch an seiner über zehnjährigen Karriere würde er im Rückblick nichts ändern, sagt der Musiker. 2010 nahm Julian le Play an der ORF-Castingshow „Helden von morgen“ teil und erreichte den siebten Platz. Ein Jahr später stand er auf der Bühne des Vorentscheids für Österreichs Teilnahme beim ESC. Seinen Künstlernamen borgte er sich übrigens vom französischen Soziologen Frédéric Le Play, den er im Studium kennengelernt hat. Übrigens laut Julian le Play seine letzte Vorlesung, bevor er sich endgültig für die Musikkarriere entschied.