Freispruch für Schulhausmeister
Zehn-Sekunden-Grabsch-Urteil sorgt in Italien für große Empörung
Mit dem Hashtag #10secondi (deutsch: zehn Sekunden) wird in sozialen Medien die Entscheidung eines Gerichts in Rom kritisiert. Ein Mann wurde freigesprochen, weil der Übergriff weniger als zehn Sekunden gedauert haben soll.
Rom – Zehn Sekunden und „kurzes Begrabschen“ – mit diesen Hashtags kritisieren zahlreiche Italienerinnen und Italiener in den sozialen Medien seit einigen Tagen die Entscheidung eines Gerichts in Rom. Ein Schulhausmeister soll einer 17-jährigen Schülerin laut einem italienischen Medienbericht auf einer Treppe in die Hose gefasst und ihr Gesäß berührt haben. Ein Gericht sprach den Mann demnach in der vergangenen Woche jedoch frei – weil der Übergriff weniger als zehn Sekunden gedauert haben soll.