Aus alpiner Notlage geborgen

Verletzter Kletterer, erschöpfte Wanderer: Zwei Einsätze für Tiroler Bergretter

Ein tschechischer Bergsteiger verletzte sich an der Gerlossteinwand im Zillertal und musste per Tau geborgen werden.
© ZOOM.TIROL

Neustift im Stubaital/Hainzenberg – Zu zwei Einsätzen mussten Tiroler Bergretter am Sonntagvormittag ausrücken. Gegen 10 Uhr war ein tschechisches Vater-Sohn-Duo an der Gerlossteinwand unterwegs, als der Vater sich eine Knieverletzung zuzog und am Klettersteig nicht mehr weitergehen konnte. Der erste Versuch, den gut ausgerüsteten Bergsteiger zu bergen, scheiterte wegen der Wetterlage. Schließlich konnte der Verletzte aber per Tau geborgen und ins Krankenhaus Schwaz geflogen werden.

Kurz vor 12 Uhr erreichten vier erschöpfte Geschwister die Alpeiner Scharte in Vals. Auf die dort herrschenden kalten, windigen und bewölkten Wetterverhältnisse samt Graupelschauern und zehn Zentimetern Neuschnee waren sie nicht vorbereitet. Laut Polizei hatten die deutschen Wanderer im Alter von 18, 20, 22 und 24 Jahren keine wetterfeste Kleidung dabei. Außerdem bekam die 24-Jährige leichte Kreislaufprobleme. Darum setzte die Gruppe einen Notruf ab. Fünf Mitglieder der Bergrettung St. Jodok stiegen zu Fuß zur Alpeiner Scharte auf, wo sie die Geschwister erstversorgten und dann zur Geraer Hütte brachten. (TT.com)