Letzte Generation wieder aktiv

Klimaprotest im Innsbrucker Frühverkehr: Zwei Aktivisten angezeigt

Die Aktivisten wiesen auf den Bericht des Klimarats hin.
© Letzte Generation

Mit einem "Gehzeug-Protest" wollten die Aktivisten Montagfrüh vor allem auf die Platzverschwendung durch Luxusautos im Straßenverkehr aufmerksam machen. Aber auch die Überflutungen im Süden Österreichs waren Thema.

Innsbruck – Mehrere Aktivisten der "Letzten Generation" haben Montagfrüh ihren Protest nach einer mehrwöchigen Pause wieder aufgenommen. Im Bereich der Inn- und der Unibrücke und beim Terminal Marktplatz blockierten die Klimademonstranten mit einem "Gehzeug-Protest" den Frühverkehr in der Innenstadt. Dabei machten sie mit autogroßen Holzkonstruktionen auf die Platzverschwendung von Pkw aufmerksam.

Wie die Polizei mitteilt, waren rund 30 Aktivisten an der Versammlung beteiligt, die nicht behördlich angemeldet war. Zwei der Beteiligten wurden angezeigt.

Holzkonstruktionen empfanden den Platzverbrauch von Luxuskarossen nach.
© Letzte Generation

Während der Individualverkehr zum Erliegen kam, wurde der öffentliche Verkehr bei dem Protest durchgelassen, auch für eine Rettungsgasse war gesorgt. Angesichts der jüngsten Unwetter im Süden Österreichs prangerten die Klimaaktivisten das Nichtstun der Regierung an.

“Während die Menschen in Kärnten beinahe in den Wassermassen ertrinken und ein Drittel von Slowenien unter Wasser steht, geht hier der fossile Alltag weiter als wäre nichts. Die Reichsten nehmen mit ihren riesengroßen Luxusschlitten viel wertvollen öffentlichen Platz weg, der eigentlich allen gehört. Das ist ungerecht! Wir brauchen endlich sozial gerechte Klimaschutzmaßnahmen, um die Klimakrise einzudämmen", empört sich etwa Teilnehmer Linus.

Die Teilnehmer der Letzten Generation appellieren an die Regierung, sich an die österreichische Verfassung, das unterzeichnete und geltende Paris-Abkommen und die selbst gesteckten Klimaziele zu halten. "Ansonsten bleiben die Horror-Schlagzeilen mit extremen Unwettern, Überflutungen, Murenabgängen, Waldbränden, sintflutartigen Regenfällen und Todesopfern keine Ausnahme", warnen sie. Weitere Proteste sollen folgen. (TT.com)

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