Elf Bewohner evakuiert

Explosion in Wiener Wohnhaus: Defekter Wasserstromboiler als Ursache ermittelt

Für die Explosion im Wiener Wohnhaus war wahrscheinlich ein defekter Wasserstromboiler verantwortlich.
© APA/STADT WIEN FEUERWEHR

Wien – Für die Explosion in einer Wohnung in der Goldschlagstraße in Wien-Penzing Montagfrüh dürfte nach ersten Erkenntnissen ein defekter Wasserstromboiler verantwortlich sein. Laut Polizei soll es zu einem sogenannten Druckbehälterzerknall gekommen sein. Die Brandermittler des Landeskriminalamtes Wien setzten die Ermittlungen allerdings fort. Bei der Detonation wurde eine schwangere Frau leicht verletzt.

Durch die Wucht der Explosion im ersten Stock des viergeschossigen Gebäudes wurden Trümmer auf die Straße und in den Innenhof geschleudert, es brach aber kein Brand aus. Insgesamt wurden elf Hausbewohner in Sicherheit gebracht, die 30-jährige Schwangere kam zur Abklärung ins Spital.

Die Sperre durch die Polizei für Ermittlungsaufgaben wurde zwischenzeitlich wieder aufgehoben. Die Bewohner konnten zum Teil zurück in ihre Wohnungen. Nur die vier Wohnungen im ersten Stock und zwei Wohnungen im zweiten Stock konnten aufgrund der großen Schäden noch nicht wieder bezogen werden. Die Mieterinnen und Mieter wurden in Hotels untergebracht, hieß es aus dem Büro für Sofortmaßnahmen. Jetzt werde mit den Sanierungsarbeiten begonnen. Am Montag wurden zunächst Statiker angefordert, um den Zustand des Hauses zu überprüfen, der aber in Ordnung ist.

Die Einsatzkräfte waren um 4.50 Uhr alarmiert worden. Da zunächst neben der Detonation auch ein Brand gemeldet worden war, wurde ein Großeinsatz ausgelöst, teilte Jürgen Figerl, Sprecher der Berufsfeuerwehr mit. 69 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen rückten aus.

Elf Personen evakuiert

Die Feuerwehrleute evakuierten am Montag das gesamte Gebäude, darunter auch eine Bewohnerin und einen Bewohner der Explosionswohnung. Gleichzeitig wurde der Gashaupthahn des Hauses geschlossen sowie die Strom und Wasserzufuhr unterbrochen. Die Berufsrettung versorgte drei der elf Evakuierten medizinisch, darunter die Schwangere, erläuterte Rettungssprecher Daniel Melcher. Die zwei weiteren Personen konnten aber an Ort und Stelle belassen werden.

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In der Explosionswohnung und teilweise auch in den Nachbarwohnungen waren Wände umgestürzt oder schwer beschädigt worden, auch Fenster wurden auf die Straße und in den Innenhof geschleudert. Die Feuerwehrleute sicherten den Explosionsort und suchten nach möglichen Verschütteten in den Trümmern, fanden aber keine weiteren Personen.

Statiker wurden angefordert, den Zustand des Hauses zu überprüfen und die Polizei nahm die Ermittlungen zur Explosionsursache auf, berichtete Feuerwehrsprecher Figerl. Ob das Haus noch bewohnbar ist, stand noch nicht fest. Am Vormittag wurden von den Einsatzkräften noch Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.

Laut Polizeiaussendung wurde die Goldschlagstraße im Unglücksbereich für Personen und Fahrzeuge gesperrt. Durch herausgeflogene Fensterrahmen und Glasscheiben wurden demnach auch mehrere Pkw beschädigt. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion werden vom Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Brand, geführt.(APA)