Bis zu 16.464 Euro

Politikergehälter: So viel verdienen Österreichs Bürgermeister

Symbolbild.
© Böhm

Abhängig ist das Gehalt von der Einwohnerzahl und – in Vorarlberg – von den Gästenächtigungen. In Tirol verdienen die Bürgermeister zwischen 3001 und 8684 Euro.

Wien – Wie viel Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Österreich verdienen, hängt von der Gemeindegröße und vor allem vom Bundesland ab. Klammert man große Städte wie Wien, Graz und Linz aus, dann schwanken die Einkommen zwischen rund 2500 Euro für steirische und burgenländische Kleingemeinden und über 10.000 Euro für große Gemeinden in Oberösterreich. Ein Sonderfall ist Vorarlberg: Hier gibt es einen Bonus für Tourismusorte. Die Bürgermeister kommen so auf bis zu 16.464 Euro. In Tirol verdienen Bürgermeister zwischen 3001 und 8684 Euro.

Geregelt sind die Bezüge der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in den entsprechenden Landesgesetzen. Wie eine vom Gemeindebund im Internet veröffentlichte Aufstellung zeigt, schwanken die Einkommen je nach Bundesland massiv. Besonders auffällig: Das höchste Einkommen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Burgenland liegt mit nur 5311 Euro nur unwesentlich über dem niedrigsten Einkommen der Salzburger Ortschefs (5120 Euro). Das Höchsteinkommen beträgt in Salzburg (abgesehen von der Landeshauptstadt) 9175 Euro.

Am größten ist die Bandbreite in der Steiermark: Hier liegt der niedrigste Bürgermeisterbezug bei 2468 Euro monatlich, der höchste (abgesehen von der Landeshauptstadt Graz) bei 9873 Euro. Die insgesamt höchsten Bezüge gibt es in Oberösterreich mit 10.155 Euro für Gemeinden über 20.000 Einwohner. Das wären etwa Leonding und Traun. Für Statutarstädte wie Linz, Wels und Steyr gelten (wie in allen anderen Ländern auch) eigene Gehaltsklassen.

Einen Sonderfall bildet Vorarlberg: Hier lässt das Land den Gemeinden nämlich einen großem Spielraum für die Festsetzung der Bezüge ihrer Ortschefs. Dieser reicht bei kleineren Gemeinden von 2120 bis 6557 Euro, bei größeren wie Dornbirn oder Feldkirch von 5628 bis 16.464 Euro. Allerdings dürfen die kleineren Gemeinden die Obergrenzen überschreiten, wenn sie besonders viele Gästenächtigungen aufweisen. In Tourismusgemeinden können die Bürgermeister also deutlich mehr verdienen als in gleich großen Gemeinden ohne nennenswerten Fremdenverkehr. (APA)