„Dahingewurschtl“ nervt Innsbrucker: Umfrage zur Stadtpolitik fällt mau aus
Sonderlich zufrieden mit der Stadtpolitik zeigen sich die Innsbruckerinnen und Innsbrucker nicht. Wie eine Umfrage vor dem Rathaus zeigt, ärgern sie sich vor allem über hohe Mieten und fehlende Grünflächen.
Innsbruck – Seit den Gemeinderatswahlen 2018 lieferten Innsbrucks Polit-Akteure viele Schlagzeilen. Bürgermeister Georg Willi (Grüne) bildete eine Koalition aus Grünen, Für Innsbruck (FI), ÖVP und SPÖ. Bald wurden zwei Vize-Bürgermeisterinnen abgewählt. Für sie rückte 2021 FPÖ-Politiker Markus Lassenberger nach. Willi löste in weiterer Folge die Koalition auf. Seitdem wird vor allem eines: gestritten – und das kommt bei Bürgerinnen und Bürgern nicht gut an.
„Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Im Gemeinderat sitzen Leute, die dort keinen Platz haben sollten“, findet Harri. Der 63-jährige Pensionist gibt der Politik in Tirols Landeshauptstadt ein klares Zeichen: einen Daumen nach unten. „Es gibt nur Intrigen und jeder sucht seinen eigenen Vorteil“, glaubt Harri. Mit Bürgermeister Georg Willi habe er kein Problem, nur mit dem restlichen „Sumpf“. An Gerald Depaoli (Gerechtes Innsbruck) lässt er kein gutes Haar: Er sei ein „Radaubruder“.
Von der Regierung erwartet hat sich Harri Schwung und Tempo 30. Aber: „Es wird irgendwas gemacht, ohne in die Vergangenheit zu blicken, was sich bewährt hat und was nicht“, meint er und spielt auf die Patscherkofelbahn an, die Willis Vorgängerin Oppitz-Plörer zuzurechnen ist. Mit künftigen Besserungen rechnet der Pensionist nicht: „Es wird immer ein Dahingewurschtl sein.“