Neuer Telfer Theaterpreis „Ruth“: In Bronze gegossene Dankbarkeit
Telfs – Zum Abschluss der Tiroler Volksschauspiele wird am Samstag, 19. August, im Telfer Rathaussaal erstmals der neue Theaterpreis „Ruth“ vergeben. Gewürdigt sollen damit künftig Persönlichkeiten werden, die sich um das Volkstheater in Tirol und die Volksschauspiele in Telfs verdient gemacht haben. „Wir wollen uns vor Menschen verneigen, die scheinbar Unmögliches möglich gemacht haben und denen wir zu großer Dankbarkeit verpflichtet sind“, erklärt Gregor Bloéb, der die Volksschauspiele seit heuer leitet. Erinnert soll mit der neuen Auszeichnung auch an die legendäre Schauspielerin und Regisseurin Ruth Drexel werden, die die Volksschauspiele 1981 mitgegründet hat und dem Festival lange als Obfrau vorstand.
An wen der erste „Ruth“ geht, ist noch geheim. Aber die Bronzestatuette, die Drexels Tochter Cilli zum Abschluss des traditionsreichen Theaterfestivals überreichen wird, gibt es inzwischen. Nach einem Entwurf des Pfaffenhofer Bildhauers Xaver Valentin wurde sie am Mittwoch beim Telfer Kunstgießer Wolfgang Krismer angefertigt – und tags darauf von Valentin poliert.
Heute Abend geht am Telfer Birkenberg die letzte Vorstellung der „7 Todsünden“ über die Bühne – alle Aufführungen der Neuproduktion waren ausverkauft.
Am nächsten Mittwoch hat „Ein Narrentanz“, das zweite Stück der heurigen Volksschauspiele, im Rathaussaal Premiere. Die Koproduktion des Festivals mit dem Theaterverband Tirol und neun Tiroler Volksbühnen steht bis 19. August auf dem Spielplan.
Bereits morgen, Sonntag, steht am Birkenberg eine prominent besetzte Diskussion über Kunstfreiheit auf dem Programm. Auf dem Podium: die Autorin Marlene Streeruwitz, der Journalist Deniz Yücel und Schauspielerin Valery Tscheplanowa. Moderator Heinz Sichrovsky fällt kurzfristig aus, TT-Redakteur Joachim Leitner springt ein. Beginn ist 11 Uhr. (TT)