„Mei liabste Weis“ und mehr

Volksmusik-Ikone Franz Posch wird 70: „Es ist die Neugier, die mich antreibt“

Volksmusik-Ikone Franz Posch wird heute 70 Jahre alt.
© TT, ORF

In „Mei liabste Weis“ erfüllt Franz Posch seit 35 Jahren Musikwünsche. Heute wird der Haller 70. An die große Glocke hängen will er den runden Geburtstag nicht. Ein Wunsch, der sich einfach nicht erfüllen lässt.

Innsbruck – Über seinen runden Geburtstag will Franz Posch eigentlich nicht reden. „Ich will das gar nicht an die große Glocke hängen“, sagt er. Lieber redet Posch über die Neugier. Die treibe ihn an. Er hat gerade Georg Friedrich Haas entdeckt. Haas gilt als einer der herausragenden Komponisten Neuer Musik. „Manche halten ihn für das Beste, was es derzeit gibt“, sagt Posch. Solche Zuschreibungen machen ihn neugierig. „Da muss etwas dahinterstecken – und das will ich herausfinden. Ich will nicht sagen, das gefällt mir oder das gefällt mir nicht. Ich will wissen, warum mir etwas gefällt oder nicht.“

Aus Neugier hat Franz Posch vor Kurzem begonnen, am Innsbrucker Konservatorium Komposition zu studieren. Auch das will er nicht an die große Glocke hängen. „Ich gehe da hin und lerne. Ich höre zu, analysiere und arbeite an eigenen Werken, aber es soll sich ja niemand ein Meisterwerk erwarten.“ Aktuell beschäftigt er sich mit barocker Tastenmusik. „Am Klavier übe ich Generalbass – eine Art Stenografie mit Noten“, sagt er.