Kalte Progression: AK und ÖGB wollen Wenigverdiener und Familien entlasten
Noch steht offen, wofür das variable Drittel der zu retournierenden Steuergelder im kommenden Jahr verwendet wird. Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund fordern eine Entlastung für Familien und untere Einkommen.
Wien – Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund fordern, das variable Drittel der kalten Progression für eine Entlastung von Familien und unteren Einkommen zu verwenden. Derzeit ist ja noch offen, wie im kommenden Jahr nach der Abschaffung der schleichenden Steuererhöhung mit jenem Drittel der zu retournierenden Gelder vorgegangen wird, das nicht automatisch abgegolten wird. Auch eine Erhöhung des Kilometergeldes wollen AK und ÖGB.
Einmal mehr bekräftigten AK und ÖGB in einer Aussendung außerdem den Wunsch nach einer Reform der Pendlerpauschale. Diese solle von einem Frei- in einen Absetzbetrag umgewandelt werden, auch solle es einen Ökobonus für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel geben. Ebenfalls auf der Forderungsliste finden sich etwa eine Valorisierung der Werbungskostenpauschale, eine Erhöhung der Homeoffice-Pauschale und ein Plus beim Freibetrag für Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge.
Ab 2024
Abschaffung der Kalten Progression bringt Steuerzahlern 3,65 Mrd. Euro
Die "kalte Progression" im Bereich der Lohn- und Einkommensteuer wurde mit 2023 abgeschafft. Nunmehr werden die Steuerstufen jedes Jahr an die jeweilige Teuerung angepasst – allerdings nur zu zwei Drittel.
Was die Regierung mit den übrig gebliebenen Mehreinnahmen macht, bleibt ihr überlassen. Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) will bis Herbst eine Lösung mit den Grünen präsentieren, wie das variable Drittel verteilt wird. Die Grünen haben bereits kundgetan, dass sie das Geld denjenigen zugutekommen lassen wollen, "die es gerade am dringendsten brauchen". (APA)