Schauspiel am Himmel

Sternschnuppen-Nächte: Wo in Tirol die Perseiden jetzt am besten zu sehen sind

Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich dem Volksglauben nach etwas wünschen. Dieses Jahr könnten besonders viele Wünsche in Erfüllung gehen, denn der Mond steht in den Nächten von 12. auf 13. sowie von 13. auf den 14. August nur als Sichel am Himmel und stört somit im Vergleich zum letzten Jahr nicht das jährlich auftretende Perseiden-Phänomen.
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Schon einmal eine Sternschnuppe gesehen? Im August stehen die Chancen dafür besonders gut. Denn da kreuzt die Erde immer etwa selben Zeit die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle – dieses Jahr unter optimalen Bedingungen, denn das Phänomen wird 2023 nicht vom Mond gestört.

Wien, Innsbruck – Recht gut sind heuer die Aussichten für einen Blick gen Nachthimmel zum Höhepunkt des alljährlichen Meteorstroms der Perseiden. Weil das Maximum tagsüber für Sonntag, den 13. August, erwartet wird, haben Interessierte in den Nächten vom 12. auf den 13. und vom 13. auf den 14. August die Möglichkeit, vermehrt Sternschnuppen zu beobachten. Der Mond wird deren Sichtbarkeit dieses Jahr kaum einschränken, heißt es seitens der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA).

Jedes Jahr kreuzt die Erde Mitte August die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt. Das geschieht, weil die Staubkörner mit ungefähr 60 Kilometern pro Sekunde mit der Erdatmosphäre kollidieren. Dort verdampfen sie in 50 bis 100 Metern Höhe, was wir dabei sehen ist das Aufleuchten der Luft dahinter. Der Name „Perseiden“ kommt daher, weil es so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen.

Der Meteorstrom wird auch „Tränen des Laurentius“ genannt, weil sein Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt und als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet wurde. Das Sternbild geht Mitte August spätabends im Nordosten auf und steigt bis zur Morgendämmerung in die Osthälfte des Himmels.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr stört der Mond bei der Beobachtung der Meteorerscheinungen heuer kaum. Weil am 16. August Neumond ist, stehe er in den Nächten mit erhöhtem Aufkommen von Perseiden nur als ganz dünne Sichel in der Morgendämmerung. Die beste Zeit zur Beobachtung der Perseiden werde der 13. August von circa 22 Uhr mit steigender Rate bis zur Morgendämmerung sein, heißt es seitens der WAA.

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Nicht nur der Mond kann bei der Beobachtung stören. Wer möglichst viele Sternschnuppen erspähen möchte, sollte sich vorab einen geeigneten Platz für die Sternschnuppenjagd suchen – und zwar an einem möglichst dunklen Ort, weit entfernt von der Lichtverschmutzung der Städte.

Laut Umweltdachverband seien dunkle Nachtlebensräume, an denen das Naturschauspiel in voller Pracht zu erleben ist, immer seltener zu finden. Wirklich finster wird es demnach nur mehr in unberührten Nachtoasen.

In Tirol bietet sich daher ein etwas höher gelegener Aussichtspunkt an. Idealerweise sollte der Blick in Richtung Nord-Osten gerichtet sein. Wer einen Liegestuhl und warme Kleidung parat hat, ist ideal für das Spektakel ausgerüstet. Zusätzliches Equipment wie ein Fernrohr oder gar ein Teleskop werden nicht benötigt. Natürlich darf auch der Wunsch nicht vergessen werden (APA, TT.com/jb).

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