Arbeiten bis Samstag

Massive Einschränkungen am Deutschen Eck: Was das für den Zugverkehr in Tirol bedeutet

Fernverkehrszüge von und nach Innsbruck werden derzeit über Zell am See umgeleitet.
© ÖBB/Harald Eisenberger

Nach dem Brand eines Bauzuges ist der Zugverkehr über das Deutsche Eck beeinträchtigt. Ein Gleis wurde zwar wieder freigegeben, es kommt aber weiterhin zu Ausfällen und langen Verspätungen.

Innsbruck – Viel Geduld brauchen Zug-Reisende in dieser Woche auf dem Weg von Tirol nach Salzburg bzw. nach München. Noch bis mindestens Samstagfrüh, 4 Uhr, kommt es bei den Fahrten über das Deutsche Ecke zu erheblichen Verzögerungen. Das teilten die ÖBB am Montagabend in einer Aussendung mit. Der Grund: Am Sonntagabend war ein Bauzug in Brand geraten. Während der Reparaturarbeiten ist die Strecke zwischen Übersee und Traunstein nur eingeschränkt befahrbar.

Wie die Bayerische Regiobahn (BRB) und die ÖBB am Montagmittag mitteilen, ist nach der behördlich verhängten Totalsperre inzwischen ein Gleis wieder freigegeben worden. Es sei aber weiterhin mit kurzen Streckensperren zu rechnen.

Für Reisende zwischen Tirol und Salzburg bedeutet das: Ab Dienstag fährt jeder zweite RJ(X)-Zug über das Deutsche Eck (Salzburg – Kufstein) im Schienenersatzverkehr. Für Verbindungen, die im Schienenersatzverkehr fahren, sind Umstiege in Salzburg Hbf und Kufstein notwendig. Da das Platzangebot begrenzt sein kann, wird empfohlen, in Tirol auch auf Nahverkehrszüge umzusteigen.

Fernverkehrszüge zwischen Salzburg Hbf und München Hbf entfallen. Als Alternative können Fahrgäste auf die Nahverkehrszüge der Linie RE 5 der BRB umsteigen, Tickets werden anerkannt. Die Nachtzüge sind von den Einschränkungen nicht betroffen.

In dem betroffenen Streckenabschnitt in Bayern können die Züge nur mit stark reduzierter Geschwindigkeit fahren. Zusammen mit den nach wie vor aufrechten Grenzkontrollen führe dies zu Verspätungen. Geplant ist, pro Stunde jeweils einen Zug in Richtung München und einen Richtung Salzburg fahren zu lassen. Die genauen Abfahrts- und Ankunftszeiten lassen sich aufgrund der nötigen Bauarbeiten allerdings nicht vorauszusagen.

Zugreisende werden gebeten, sich bei ihrem Bahnunternehmen zu informieren. Die Fahrplanänderungen werden auch regelmäßig auf der ÖBB-Webseite und in der Fahrplanauskunft „Scotty“ aktualisiert.

ÖBB-Tickets werden in den Nahverkehrszügen zwischen Salzburg und München anerkannt. WESTbahn-Tickets gelten während dieser Zeit auch für die Züge der ÖBB für Fahrten zwischen Salzburg und Innsbruck. Ebenso werden in den WESTbahn Zügen auf der Strecke zwischen Salzburg und München Tickets der ÖBB anerkannt.

Grund für die Sperre war der Brand eines Bauzuges am Sonntagnachmittag. Da dabei 3000 Liter Dieselkraftstoff ausgelaufen sind, muss das Erdreich an der betroffenen Stelle ausgehoben werden und die zerstörte Bahninfrastruktur repariert werden. (TT.com/APA)