TT-Sommerinterview

FPÖ-Parteichef Abwerzger fordert: „Die Tiwag braucht eine neue Führung“

Obwohl er das Landeshauptmann-Duell bei der Landtagswahl 2022 gegen Anton Mattle verloren hat, fühlte sich Markus Abwerzger mit den Zugewinnen als „glücklichster Verlierer“.
© Thomas Böhm

Im TT-Sommerinterview fordert FPÖ-Parteichef Markus Abwerzger einen radikalen Kurswechsel beim Landesenergieversorger. Bei der Innsbruck-Wahl rechnet er sich gute Chancen aus, dass die FPÖ stärkste Partei wird.

Herr Abwerzger, was macht die FPÖ falsch, dass sie von Tirols LH Anton Mattle (VP) als Koalitionspartner abgelehnt wird und Kanzler Karl Nehammer Ihren Bundesparteiobmann Herbert Kickl als Partner ausschließt?

Markus Abwerzger: Da müsste man eher fragen, was Anton Mattle falsch macht. Weil er zum einen sagt, dass man mit mir gut reden kann und ich paktfähig sei, er aber auf der anderen Seite die Tiroler Freiheitlichen sogar von Sondierungsgesprächen ausgeschlossen hat. Und Nehammer will offenbar Position beziehen, seine Haut retten.

Offenbar ist Kickl das Problem. Was würden Sie anders machen als er?.

Abwerzger: Man muss gar nichts anders machen als der Herr Kickl. Es ist nicht der Anspruch der FPÖ, dass wir von den anderen Parteien gelobt werden, sondern es geht darum, Missstände aufzuzeigen. Und das machen wir, dafür werden wir vom Wähler belohnt.

Würde die FPÖ, sollte sie stärkste Partei bei der Nationalratswahl 2024 werden, auch als Juniorpartner in eine Regierung gehen?

Abwerzger: Wenn die FPÖ Nummer eins wird, ist der Wählerwille klar. Die stärkste Partei hat das Recht, den Kanzler zu stellen. Ich bin nicht dafür, dass der Zweite dann Erster wird. Den Fehler, den Jörg Haider damals gemacht hat, werden wir nicht wiederholen.

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