Familie fordert Schmerzensgeld

Nach Unfall auf Innsbrucker Spielplatz: Neunjähriges Kind fiel in Gulli, Stadt soll haften

Hier spielte der Bub Tischtennis. Der Kanalschacht, in den das Kind stürzte, wurde mittlerweile mit einem neuen Deckel versehen.
© Falk

Ein ungewöhnlicher Unfall auf einem Spielplatz wird bald das Gericht beschäftigen. Dabei geht es um 1000 Euro Schmerzensgeld, das die Stadt nicht zahlen will.

Innsbruck – Ein teils offener Gullischacht auf einem Innsbrucker Kinderspielplatz war bereits im Februar der Auslöser für einen Unfall mit relativ glimpflichem Ausgang. Dabei erlitt ein neunjähriger Bub leichte Verletzungen. Der Anwalt der betroffenen Familie sieht die Verantwortung bei der Stadtverwaltung und fordert 1000 Euro Schmerzensgeld. Die Stadtführung ist anderer Ansicht und lehnt die Zahlung ab. Jetzt wird geklagt.

Es war am 14. Februar, als der neunjährige Felipe am Spielplatz in der Freundsbergstraße im Stadtteil Reichenau mit seiner Mutter und dem Bruder Tischtennis spielte. Als der Schüler gegen 17.30 Uhr in der Abenddämmerung einem Ball nachlief, übersah er einen teilweise offenen Kanalschacht in der Wiese. Einen Augenblick später steckte der Bub bis zu den Oberschenkeln im Schacht.

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