Ein Maestro nimmt Abschied: Übermütig tänzelt die Melancholie
„Lieto Fine“ für Alessandro De Marchi: Er rundete seine Abschiedssaison als Intendant der Innsbrucker Festwochen musikalisch und kulinarisch ab.
Innsbruck – Am Ende war es Alessandro De Marchi, der stehend applaudierte. Sichtlich gerührt beklatschte der Maestro einen Chor aus MitarbeiterInnen und Weggefährten. Der hatte den scheidenden Intendanten der Innsbrucker Festwochen mit einer Zugabe zur Zugabe nach seinem letzten Konzert überrascht: „Innsbruck, ich muss dich lassen“. Ein „Lieto Fine“ nach 14 Jahren, ein „Happy End“ also. Danach wurden – wohl eine interne Tradition der Ära De Marchi – „Rippelen“ serviert. Als kulinarische Abrundung eines auch musikalisch sehr runden, nicht gerade überpräzisen, aber – dem Anlass angemessen – hochemotional zwischen Melancholie und Übermut tänzelnden Abends. Natürlich hatte De Marchi zum Abschluss Vivaldi angesetzt – der „Prete Rosso“ war Schutzpatron der ganzen nun zu Ende gegangenen Spielzeit.
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