Prozess in Innsbruck

Vater mit 37 Messerstichen getötet: Sohn wird in Anstalt eingewiesen

Der 39-jährige Angeklagte vor dem Schwurgericht in Innsbruck.
© Liebl Daniel

Das Schwurgericht erklärte den 39-Jährigen für unzurechnungsfähig und folgte damit der Einschätzung von Psychiaterin Adelheid Kastner. Zuvor sagte der Angeklagte, dass ihn Gewaltphantasien gegen seinen Vater schon lange verfolgt hätten.

Innsbruck – Als liebevoll war ein 63-jähriger Innsbrucker bekannt. Von vier Kindern bereitete ihm einzig der heute 39-jährige Sohn Sorge. Nach normal verlaufener Kindheit tat sich dieser mit sozialen Kontakten und gesellschaftlichen Abläufen immer schwerer. Nichts wollte gelingen, was nicht nur zu einem chaotischen Berufsleben, sondern auch zur Isolation führte. Als stärkste Bezugsperson blieb der Vater. Ersten psychischen Auffälligkeiten folgten Termine bei verschiedensten Ärzten und Psychotherapeuten. Schon 2016 wurde dann nach einer ersten Straftat Schizophrenie beim Sohn diagnostiziert, aber infolge diverser Ärztewechsel nicht nachhaltig verfolgt. Grundtenor: Der Patient leide wohl unter einer Persönlichkeitsstörung, mit der er mittels Therapien zurechtkommen müsse.

Angeklagter plädierte auf nicht schuldig

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