Zwei Jahre bedingte Haft

Auf Bewährung: Keine Haft für Schauspieler Florian Teichtmeister

Florian Teichtmeister (auf dem Bildschirm) folgte dem Prozess gegen ihn ohne größere Regung.
© APA/Schlager

Der frühere Burgtheater-Schauspieler Florian Teichtmeister ist in Wien wegen des Besitzes und der Herstellung von Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger verurteilt worden. Er bleibt aber auf freiem Fuß.

Wien – Der Galgen, der am Wochenende vor dem Haus von Florian Teichtmeisters Mutter an dunkelste Zeiten von Lynchjustiz gemahnte, wurde auch Dienstagfrüh vor dem Wiener Landesgericht aufgefahren. Im Gericht musste sich Teichtmeister wegen Besitzes und Herstellung von Missbrauchsdarstellungen von Kindern und Jugendlichen verantworten. Vor dem Gebäude demonstrierten einige hundert Menschen ihren Unmut über den gefallenen Star sowie eine vermeintlich „linkslinke Kulturschickeria“, die dessen Taten verharmlost oder gar vertuscht haben soll – und forderten in drastischen Worten eine noch drastischere Bestrafung.

In den vergangenen Tagen war auch von geplanten Störaktionen im Gerichtssaal zu hören. Dementsprechend streng waren die Sicherheitsvorkehrungen. Es blieb ruhig. Auch als der Vorsitzende Richter Stefan Apostol nach knapp dreieinhalbstündiger Verhandlung das Urteil verkündete, war im bis auf den letzten Platz gefüllten Großen Schwurgerichtssaal nur ein leises Raunen zu vernehmen.

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