30 Millionen Euro fehlen: Uni-Rektorin Sexl hofft auf positive Gespräche mit Bund
Die Rektorin der Universität Innsbruck, Veronika Sexl, beziffert im TT-Interview den finanziellen Fehlbedarf für 2024 mit 30 Mio. Euro. Sie will die Frauenquote verbessern und hofft, dass sich die Uni gesamte Breite noch leisten kann.
Innsbruck – Mit 28.000 Studierenden und 5600 Mitarbeitern ist die Universität Innsbruck die größte Bildungseinrichtung Westösterreichs. Die seit 1. März amtierende Rektorin Veronika Sexl geht sozusagen in ihr zweites Semester. Und da gilt es noch eine Lücke im rund 350 Millionen Euro großen Budget für 2024 zu füllen. „Was das Budget betrifft, warten wir noch gespannt auf die Vorschläge des Wissenschaftsministers. Im Budget fehlen noch rund 30 Millionen Euro“, sagt sie im TT-Interview. Das heurige Jahr sei finanziell allerdings in trockenen Tüchern, fügt Sexl hinzu.
Intensiv arbeitet die Rektorin am neuen Entwicklungsplan für die Universität ab 2025. Sie kündigt an, dass man an vielen kleinen Stellschrauben drehen werde, um die Uni noch besser zu machen, als sie es ohnehin schon ist. „Die Universität Innsbruck ist grundsätzlich sehr gut aufgestellt und eine sehr große Institution. Eine radikale Kursänderung wird es nicht geben, das würde überhaupt keinen Sinn machen“, betont die erste Frau an der Spitze der Innsbrucker Uni. Angesichts knapper Budgets hofft Sexl, „dass wir uns alles leisten werden können“, und will an allen 85 Instituten festhalten.
Im Zusammenhang mit der Debatte über externe Doktoratsprogramme hält die Rektorin unmissverständlich fest, dass trotz der sehr ausdifferenzierten Forschungslandschaft das Promotionsrecht – Doktoratsstudium – bei den Unis bleiben müsse.
Frau Rektorin, Sie sind seit März im Amt und konnten die Uni Innsbruck von innen kennen lernen. Was wird sich ändern?