ICE Hockey League

Viel Spektakel, aber nur ein Punkt für die Innsbrucker Haie

Zählte mit einem Tor und zwei Vorlagen wieder zu den wertvollsten Haien – Kevin Roy.
© Osterauer

Trotz zweimaliger Zwei-Tore-Führung (3:1, 4:2) blieb der Sechs-Punkte-Traumstart aus: Die Innsbrucker Haie mussten sich Pustertal mit 5:6 nach Penaltyschießen beugen.

Innsbruck – Eishockey ist immer noch ein Männersport. Die neue Regelauslegung in der ICE Hockey League erinnert aber nicht mehr daran. Denn warum in einem fairen Match zwischen den Haien und den Pustertaler Wölfen in den ersten 40 Minuten reihenweise Zwei-Minuten-Strafen ausgesprochen wurden, war nicht nur der „Old-School-Generation“ schwer zu erklären.

Die Hausherren starteten am Sonntag bei Weitem nicht so dynamisch wie beim 5:1 gegen Bozen und marschierten nach drei Unterzahl-Spielen nach 20 Minuten mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine, auch weil Kapitän Jan Lattner bei der besten Chance nur die Stange getroffen hatte (13.).

Was in der Kabine passiert, bleibt in der Kabine. Aber HCI-Cheftrainer Mitch O’Keefe hat in der ersten Pause die richtigen Worte gefunden, denn die Haie kamen viel bissiger raus. Und binnen 41 Sekunden stellten Kevin Roy und Jan Lattner (Assist von Roy) auf 2:1. Für den 30-jährigen Kanadier, der in der NHL (Anaheim) gespielt hat, waren es nach vier Torvorlagen gegen Bozen die Punkte Nummer fünf und sechs in den ersten beiden Partien. Eine Ansage, die man so stehen lassen kann.

Pustertal-Goalie Andreas Bernard bewahrte die Gäste bis zur zweiten Drittelsirene gegen Roy (28., 38.) sowie Corey Mackin (40.) vor der möglichen Vorentscheidung.

Im Schlussabschnitt besorgte Eigengewächs Dario Winkler per Abstauber das 3:1 (43.), die Südtiroler kamen aber mit dem 2:3 gleich zurück. Brady Shaw untermauerte mit einem herrlichen Assist auf Corey Mackin beim 4:2 (49.) seine Qualitäten. Für Mackin war es der sechste Treffer im sechsten Match in Serie. Aber Pustertals Wölfe blieben bissig und stellten mit einem Doppelschlag auf 4:4: David Morley (CAN/33) schrieb dreimal an, Alex Petan sorgte im Powerplay sogar für das 4:5, Anders Kroogsgaard stellte 44 Sekunden vor Ende auf 5:5.

In der Verlängerung wollte offenbar der Schiri die Partie für Pustertal entscheiden, die einseitige Regelauslegung war nichts anderes als ein Witz. Die Haie überstanden eine Unterzahl, es hieß Penaltyschießen: Morley traf auch im Penaltyschießen, Roy scheiterte, Mats Frycklund legte für die Gäste nach und entschied die Partie, weil auch Winkler scheiterte. Den Haien blieb nach einem Eishockey-Spektakel (nur) ein Punkt.

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