Im TT-Gespräch

Landestheater-Sängerin Birgit Minichmayr: „Sind noch nicht gleichberechtigt“

Birgit Minichmayr ist in „Sing Me Not a Ballad“ in den Kammerspielen des Landestheaters zu sehen. Für die beiden nächsten Vorstellungen am 11. und 12. Oktober gibt es noch Karten.
© Kaufmann

Für „Sing Me Not a Ballad“ wird Birgit Minichmayr am Landestheater aktuell zur Sängerin. Von ihrer Arbeit, u. a. mit den „Toten Hosen“, erzählt sie der TT.

In „Sing Me Not a Ballad“ interpretieren Sie Songs von Bert Brecht und Kurt Weill mit Fokus auf Sängerin Lotte Lenya neu. Wie war Ihre erste Begegnung mit dem Kosmos Brecht?

Birgit Minichmayr: Meine erste Berührung war beim Film „Abschied – Brechts letzter Sommer“, ich war damals noch auf der Schauspielschule. Ich habe mich vorgestellt, irgendwann kam ein Anruf mit einer Einladung zum Casting für die Rolle der Barbara Brecht-Schall, seiner Tochter, mit der Frage, ob ich noch „mollig“ wäre. Ich bekam dann die Rolle und wurde aufwändig blond umgefärbt. In einem Interview hat sie zum Film bzw. zu ihrer Figur gesagt: „Weder war ich mollig noch blond.“ (lacht). Das war, was mir von der ersten Begegnung mit Brecht blieb. Die zweite war mit Brandauer und der „Dreigroschenoper“ im Admiralspalast. Da habe ich erstmals die „Seeräuber-Jenny“ gesungen.

Die Songs von Brecht haben Sie gleich fasziniert?

Verwandte Themen