1933–2023

TV-Schauspieler David McCallum mit 90 Jahren gestorben

David McCallum verstarb am Montag in einem New Yorker Krankenhaus.
© VALERY HACHE

Bekannt war der Schauspieler durch seine langjährige Rolle als Gerichtsmediziner in der US-Krimiserie „Navy CIS".

Los Angeles – Schauspieler David McCallum, u.a. durch seine langjährige Rolle als Gerichtsmediziner in der US-Krimiserie "Navy CIS" bekannt, ist tot. Der gebürtige Schotte sei am Montag (Ortszeit) im Beisein seiner Familie in einem New Yorker Krankenhaus friedlich gestorben, teilte der Sender CBS mit. McCallum wurde 90 Jahre alt. Sein Vater sei von Wissenschaft und von Kultur begeistert gewesen, schrieb Sohn Peter McCallum in einer Mitteilung.

Er konnte sowohl ein Orchester dirigieren, als auch eine Autopsie vornehmen, dank seiner jahrzehntelangen Studien für die "Navy CIS"-Rolle, hieß es in dem Nachruf. In der Hitserie um die Spezialagenten der Behörde Naval Criminal Investigative Service (NCIS) spielte McCallum neben Mark Harmon (als Chefermittler Leroy Jethro Gibbs) den Gerichtsmediziner Dr. Donald "Ducky" Mallard. Dieser redet mit den Toten auf dem Seziertisch und hat immer eine passende Story aus seiner langen Karriere parat. Diese Rolle war McCallum auf den Leib geschrieben.

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McCallum wurde 1933 als Sohn eines Geigers und einer Cellistin in Glasgow geboren. Vom Musikstudium schwenkte er später auf Schauspiel um. Nach Theaterauftritten in England zog er in den 1960er-Jahren in die USA, wo er mit der Krimi-Serie "Solo für O.N.C.E.L." in der Rolle des russischen Agenten Illya Kuryakin Erfolg hatte. In der TV-Serie "Der Unsichtbare" war er das Wissenschaftsgenie Dr. Daniel Westin.

Mit blondem Seitenscheitel und Milchgesicht wurde der junge Mann ein internationales Sex-Symbol. Eine Hollywood-Legende besagt, dass McCallum zu der Zeit mehr Fanpost ins Studio bekam als jeder andere Metro-Goldwyn-Mayer-Star vor ihm – inklusive Clark Gable und Elvis Presley.

Er spielte auch in mehreren Filmen mit, darunter in "Die Verdammten der Meere" (1962), "Gesprengte Ketten" (1963), "Die größte Geschichte aller Zeiten" (1965) und "Ständig in Angst" (1970). McCallum hatte keine Berührungsängste zu seltsamen Rollen und verlieh ihnen immer Glaubwürdigkeit und Würde. Deswegen hielt seine Karriere wohl auch über unfassbare sieben Jahrzehnte.

Der fünffache Vater war von 1957 bis 1967 mit der britischen Schauspielerin Jill Ireland verheiratet, die kurz nach der Scheidung Hollywoodstar Charles Bronson heiratete. Auch McCallum ging schnell eine neue Ehe ein. Mit Katherine Carpenter war er bis zu seinem Tod 56 Jahre lang verheiratet. Am Montag (Ortszeit) sei McCallum im Beisein seiner Familie in einem New Yorker Krankenhaus friedlich gestorben, teilte der Sender CBS mit. (APA/dpa)

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