Zwei Albaner angezeigt

Alkohol, Zigaretten, Tonnen von Fleisch und Tauben: Tiroler Zoll stoppte Schmuggler

Der Transporter war randvoll mit Schmuggelware.
© Bundesministerium für Finanzen

Bei der Kontrolle eines Transporters auf einer Raststation entlang der Inntalautobahn räumten Beamte des Zolls kiloweise Schmuggelware aus dem Fahrzeug. Die beiden Lenker stellten sich dumm, sie hatten auch noch fünf lebende Tauben an Bord.

Innsbruck – Beamte der mobilen Kontrolle Flughafen Innsbruck staunten dieser Tage nicht schlecht, als sie bei einer Raststation der Inntalautobahn einen Transporter untersuchten: Sie fanden darin im großen Stil Alkohol, Zigaretten, Fleisch, Gemüse und sogar noch lebende Vögel. Dafür fehlte von den nötigen Zolldokumenten jede Spur.

Weil die beiden Männer in dem Transporter keine Papiere vorlegen konnten, beschlossen die Zoller, das Fahrzeug genauer unter die Lupe zu nehmen. Volltreffer. Wie das Bundesministerium für Finanzen mitteilte, war der Transporter randvoll mit Schmuggelware.

So wurden über eineinhalb Tonnen an Lebensmitteln sichergestellt. In dem Kleintransporter befanden sich 654 Kilogramm Rind- und Lammfleisch und 885 Kilogramm Gemüse, vorwiegend Tomaten, Paprika und Gurken. Außerdem schmuggelten die Männer 69 Liter Honig und vier Kilogramm Eier. Die Waren wurden ohne eine grenztierärztliche Bescheinigung in die EU eingeführt.

Tauben unter Kartons und Koffern eingepfercht

Doch damit nicht genug: Die beiden Albaner hatten auch noch 520 Zigaretten und 52 Liter Alkohol – abgefüllt in Plastikflaschen – an Bord. Auch diese Waren waren bei der Einreise nicht ordnungsgemäß gemeldet worden. Als die Zollbeamten den Kofferraum des Kleintransporters ausräumten, kamen unter etlichen Koffern und Schachteln auch noch fünf lebende Tauben zum Vorschein.

Auf den Lenker kommt wegen der Lagerung der Tauben auch eine Anzeige wegen Tierquälerei zu.
© Bundesministerium für Finanzen

Die Tiere waren eng in einem Bananenkarton ohne Futter und Wasser eingepfercht. Der Fahrer führte auch für die Tiere keine grenztierärztlichen Dokumente mit. Er gab an, sie nur für jemanden nach England zu transportieren. Die Tauben befinden sich nun bei der Wasenmeisterei Innsbruck in Quarantäne.

Die beiden Männer gaben an, sie hätten den Transporter verschlossen übernommen und wüssten deshalb nicht, was sich darin befand. Die Landespolizeidirektion Tirol zeigte den Fahrer wegen Tierquälerei an.

„Dieser Vorfall zeigt die wichtige Rolle, die Zollkontrollen bei der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und der Integrität des EU-Binnenmarktes spielen. Durch die konsequente Durchsetzung der Zollvorschriften schützen wir nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern stellen auch die korrekte Entrichtung von Steuern und Abgaben sicher“, reagierte Finanzminister Magnus Brunner auf den Zollfund in Tirol.

Und was geschieht nun mit der sichergestellten Ware? „Die sichergestellten Lebensmittel werden im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen zur Lebensmittelsicherheit und zur Verhinderung der Seucheneinschleppung vernichtet“, teilte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage der TT mit. (TT.com)

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