1923–2023

Trauer um ein Tiroler Original: Rosa Erler im 101. Lebensjahr gestorben

Schwaz, Kolsass – „100 und ein Jahr“ ist der Titel eines 2012 erschienenen Buches, für welches Rosa Erler laut Vorspann „Geschichten und Gedichte über vergangene Zeiten und heute“ verfasst hat. Nun ist die Oma von Startrompeter Franz(i) Hackl verstorben. Bezeichnenderweise im 101. Lebensjahr!

Aufgewachsen ist Rosa Erler – Zitat – „als Kind eines Bergknappen und einer gestrengen Mutter in spärlichen Verhältnissen“. Und: „Ich hatte den besten Vater, den Gott zu vergeben hatte!“

Rosa Erler verstarb im 101. Lebensjahr.
© Edition Tirol

Im vorhin erwähnten Buch lässt Erler ihr Leben Revue passieren, schildert den Alltag früherer Zeiten und auch manches (fast vergessene) Brauchtum. Der Großteil der Geschichten spielt im Raum Schwaz und ist ein Stück Zeitgeschichte, denn Tabakfabrik und Bergbau prägten ihre Familie. Die Heimatschriftstellerin veröffentlichte mehrere Bücher und war als mutige sowie vielseitige Frau über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Ihre letzten Jahre verbrachte die Rosa, die drei Töchter zur Welt gebracht hat, im Schwazer Marienheim der Silberhoamat. Dadurch wohnte sie ja nur einen Steinwurf vom Domizil ihrer Tochter Adelheid (Hackl) entfernt. Wobei sie auch im Altenwohnheim noch viele Mundartgedichte verfasst hat, in denen dieses Schwazer Original noch lange weiterleben wird. (hö)

Für Sie im Bezirk Schwaz unterwegs:

Angela Dähling

Angela Dähling

+4350403 3062

Verwandte Themen