Alt-LH kündigt Hilfe an

„Er bringt alles mit“: Platter will Tursky bei Bürgermeister-Wahl unterstützen

Zu seiner Zeit als Landeshauptmann vertraute Platter seinem Büroleiter Tursky vollkommen.
© Julian Angerer

In seiner Zeit als Landeshauptmann hat Günther Platter seinen Büroleiter Florian Tursky immer unterstützt: Damit will er auch jetzt angesichts der Bürgermeister-Wahl in Innsbruck weitermachen.

Innsbruck – Tirols Altlandeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hält sich seit dem Ende seiner Amtszeit mit öffentlichen politischen Äußerungen – wie angekündigt – komplett zurück. Angesichts der Kandidatur seines Vertrauten Florian Tursky für das Bürgermeisteramt in Innsbruck macht er nun eine Ausnahme. Tursky könne auf seine "persönliche Unterstützung" zählen, dieser bringe "alles mit, was ein Bürgermeister einer Landeshauptstadt braucht", erklärte Platter gegenüber der APA.

"Er ist sowohl in der Innsbrucker Bevölkerung fest verankert, als auch durch seine Kontakte auf Bundes- und Landesebene bestens vernetzt", rührte Platter, der Tirol von 2008 bis 2022 regierte, schon einmal kräftig die Werbetrommel für seinen frühere Büroleiter und jetzigen Staatssekretär. Der 69-Jährige hatte den Innsbrucker, seit dieser 2017 bei ihm zunächst zum Pressesprecher avancierte, stets gefördert. Der 35-Jährige habe "nicht nur als mein langjähriger Büroleiter, sondern auch auf Bundesebene bewiesen, dass er über die nötige Erfahrung und Souveränität verfügt, um diese verantwortungsvolle Rolle in der Stadt Innsbruck ausfüllen zu können."

Dass die Innsbrucker ÖVP, die Gruppe Für Innsbruck (FI) und der Tiroler Seniorenbund sich nun zu einer Wahlliste "vereinigen" und damit nach 30 Jahren die viel zitierte bürgerliche "Spaltung" beendet wird, bewertete der frühere Landeschef als positiv und zeigte sich erfreut. "Die Einigung des bürgerlichen Lagers in Innsbruck ist keine Selbstverständlichkeit. Es gab in den vergangenen Jahren zahlreiche Gräben, die bis hin zu eigenen Listen und Gegenkandidaturen auf Landesebene reichten", spielte Platter etwa auf das Antreten der Liste "Vorwärts Tirol" bei der Landtagswahl 2013 an. Eine Liste, die von der damaligen FI-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer mit aus der Taufe gehoben worden war. Zuvor hatte Platter vor der Gemeinderatswahl 2012 Christoph Platzgummer als ÖVP-Konkurrent für Oppitz-Plörer in Stellung gebracht, was zu heftigen Verwerfungen führte. Im Laufe der Folgejahre besserte sich aber das Verhältnis von Platter und Oppitz-Plörer wieder zunehmend.

"Umso bemerkenswerter ist es, dass es den handelnden Personen rund um Florian Tursky gelungen ist, dieses Bündnis der bürgerlichen Mitte für die Stadt Innsbruck zusammenzuführen", betonte der Altlandeshauptmann sowie frühere Verteidigungs- und Innenminister. Er wünsche Tursky jedenfalls "viel Erfolg" – und werde ihn, wie gesagt, unterstützen. (APA)

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