Vorsitzende im Interview

30 Jahre Tiroler Hospiz-Gemeinschaft: Der Tod ist im Leben angekommen

Im Hospiz-Haus in Hall werden Todkranke und Sterbende umfassend begleitet und betreut.
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Hat die Arbeit der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft zur Enttabuisierung von Tod und Sterben beigetragen? Ja, sagt Vorsitzende Marina Baldauf. 30 Jahre ist die Einrichtung alt und feiert das im ganzen Land.

Frau Baldauf, Sie haben 1992 gemeinsam mit anderen Tirolern die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft gegründet und das erste Protokoll auf einer alten Schreibmaschine getippt. Hätten Sie sich gedacht, dass aus dieser Idee einmal so etwas Großes werden wird?

Marina Baldauf: Nein. Vor 30 Jahren haben wir von einem eigenen Hospiz-Haus nur geträumt. Aber dass sich die Hospiz-Bewegung so entwickelt hat, so nahe an der Bevölkerung ist, das macht mich sehr dankbar. Uns war damals aber auch die Enttabuisierung des Themas sehr wichtig. Und wir haben eines gewusst: Wir wollen das Haus nicht beim Dach anfangen, sondern bei der Basis.

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