Aus Plastik-Abfällen errichtet

„Manege frei!“ für das Umweltmonster in Kufstein

Die Manege wurde aus Plastikmüll gebaut, den die Kinder von Zuhause mitgebracht haben
© Weninger

Kufstein – Ein Umweltmonster hat sich am Freitag in Kufstein niedergelassen. Bis 12. Oktober kann man es in der Manege vor der Kunstgalerie Dia:log in der Kinkstraße antreffen (10 bis 18 Uhr). Wobei die Manege an sich schon den Kern der Sache trifft: Der Mini-Irrgarten wurde von 600 Kindern und Jugendlichen aus und um Kufstein aus Plastik-Abfällen errichtet.

Dazu waren die Mädels und Jungs aufgerufen, Plastikmüll von zu Hause mitzubringen. In zahlreichen Schulen und im Jugendzentrum wurden die Milchpakterl, Salatverpackungen und Shampooflaschen dann auf Bauzäunen angebracht, um so Wände für die Manege zu bauen.

Klaus Weninger, Leiter des Projekts „Zirkus Klima“ und des hiesigen Jugendzentrums, erklärt, es gehe darum, dem Nachwuchs die Themen Plastikmüll, Müllvermeidung- und Trennung sowie Recycling und Upcycling spielerisch und kreativ näher zu bringen. „Es geht nicht darum, ihnen mit erhobenem Zeigefinger etwas beizubringen, sondern vielmehr darum aufzuzeigen, was man gemeinsam schaffen kann, wenn man zusammen arbeitet. Und, dass es einen Ausweg gibt.“ Denn während man im Inneren des begehbaren Werks auf das Umweltmonster trifft, findet man gewiss einen Weg hinaus.

Anlass zur Aktion gibt das Recyclingvorgaben der EU. Bis 2025 will man die Hälfte aller Kunststoffverpackungen recyceln. Aktuell sind es in Österreich 25 Prozent. (jazz)

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