📷 Bilder des Ausnahmezustands

Als New York im Regen versank und eine Seelöwin ihre Chance witterte

Autos unter Wasser mitten in New York.
© AFP/Jones

Straßen, die wie Flüsse aussehen: Extremer Regen legt Teile der US-Metropole New York lahm. Einem Zootier bietet das Unwetter dabei eine ungeahnte Möglichkeit.

New York – Außergewöhnlich starker Regen hat die amerikanische Ostküstenmetropole New York teilweise lahmgelegt. Autobahnen und Straßen verwandelten sich in seenartige Landschaften, auch ein Flughafenterminal wurde überflutet und gesperrt. Die Stadtverwaltung rief die Menschen am Freitag auf, wenn möglich, zu Hause zu bleiben – viele U-Bahnen fuhren nicht mehr oder hatten große Verspätungen. Gouverneurin Kathy Hochul rief den Notstand aus.

New York versinkt im Wasser

Auf vielen Straßen und Gehsteigen zwischen den Häuserschluchten Manhattans sowie in Brooklyn und Queens bildeten sich tiefe Pfützen, Wassermassen schwappten darüber. Videos zeigten außerdem Busse, die beim Fahren vollliefen, auch Unterführungen von Brücken wie im Central Park waren unpassierbar. Laut Vorhersage sollte der Regen noch mindestens bis in die Nacht zum Samstag andauern.

📽️ Video | Dramatische Bilder vom Extremwetter in New York

Hochul nannte das Extremwetter ein „lebensgefährliches Ereignis", Bürgermeister Eric Adams warnte, dass die Gefahr noch nicht vorbei sei. Die Handys von New Yorkern vibrierten am Freitag mehrere Male wegen automatischer Notfallmeldungen der Nationalen Wetterbehörde. Die dicke Wolkendecke ließ es auch mitten am Tag düster auf den Straßen erscheinen. Das Wetter stammt von einem beständigen Tiefdruckgebiet, das aus dem Tropensturm Ophelia entstand.

"Das Angebot in unserem Netz ist aufgrund des extremen Regens stark gestört", teilten die öffentlichen Verkehrsbetriebe MTA mit. "Bitte bleiben Sie zu Hause, wenn Sie nicht reisen müssen." Vom Flughafen LaGuardia, an dem hauptsächlich Inlandsflüge abgehen und ankommen, hieß es, das Terminal A sei "bis auf weiteres" gesperrt. Auch der Flughafen John F. Kennedy teilte mit, der Regen sorge für Störungen im Betrieb.

Seelöwin nutzte Chance

Am Morgen und Vormittag hatte es in einigen Teilen New Yorks innerhalb weniger Stunden so viel geregnet wie sonst in einem Monat. Das vielerorts steigende Wasser eröffnete auch einem Tier im Zoo des Central Parks eine ungeahnte Möglichkeit: "Eine Seelöwin im Central Park Zoo konnte heute aus ihrem Becken schwimmen, weil der Platz aufgrund heftiger Regenfälle in New York City überflutet wurde", hieß es in einer Mitteilung. Das Personal des bereits geschlossenen Tierparks habe das Weibchen dabei beobachtet, wie es die Gegend erkundete – aber schließlich wieder in die vertraute Umgebung ihres Pools zurückkehrte.

Nach Informationen der "New York Times" ist der September in der Acht-Millionen-Metropole der nasseste seit über 140 Jahren – seit Beginn der Aufzeichnungen sei nur 1882 mehr Niederschlag gefallen. Viele New Yorker fühlten sich an den Starkregen erinnert, der vor zwei Jahren durch Hurrikan Ida die Stadt unter Wasser gesetzt hatte. Damals starben mindestens elf Menschen, weil ihre Kellerwohnungen vollliefen. (APA/dpa)

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